Ein Abstrichstäbchen wird in einer Corona-Test- Einrichtung gehalten. © picture alliance/dpa Foto: Britta Pedersen

525 neue Corona-Fälle in Hamburg registriert

Stand: 19.12.2020 12:43 Uhr

Nach Angaben der Hamburger Sozialbehörde sind am Sonnabend 525 neue Corona-Fälle registriert worden. Mehr als 100 Patientinnen und Patienten werden auf Intensivstationen behandelt.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in einer Woche stieg in Hamburg auf 157. Seit Beginn der Pandemie wurden nach Angaben der Sozialbehörde insgesamt 32.120 Menschen in Hamburg positiv auf das Coronavirus getestet. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts können davon inzwischen etwa 23.900 als genesen angesehen werden.

Mehr als 100 Corona-Patienten auf Intensivstationen

485 Corona-Pateintinnen und Corona-Patienten liegen in Hamburgs Krankenhäusern, davon derzeit 104 auf Intensivstationen. Während es hier in Hamburg noch freie Betten gibt, sieht es in anderen deutschen Kliniken schlechter aus. Der Verband der deutschen Intensiv-Mediziner rechnet erst im März oder April mit einer Entspannung der Lage. So lange wird es wohl dauern, bis die ersten Impfungen etwas bringen.

Das Hamburger Institut für Rechtsmedizin hat bislang bei 452 Toten eine Covid-19-Erkrankung eindeutig als Todesursache festgestellt. "Die verstorbenen Personen sind im Median 82 Jahre alt", sagte der Leiter des Instituts, Benjamin Ondruschka. Die meisten Sterbefälle gebe es in der Altersgruppe der 80- bis 90-Jährigen. Unter den Toten seien deutlich mehr Männer als Frauen.

Die meisten Verstorbenen hatte Vorerkrankungen

In der zweiten Welle hätten sich vor allem auch zahlreiche Menschen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren mit dem Coronavirus angesteckt. Im Alter unter 50 seien aber seit Beginn der Pandemie in Hamburg bisher nur vier Männer und drei Frauen gestorben.

Die allermeisten Verstorbenen hatten laut Ondruschka Vorerkrankungen. Zum charakteristischen Risikoprofil gehören nach Angaben des Rechtsmediziners Herz- und Gefäßerkrankungen, Diabetes und Übergewicht. Nur in Einzelfällen seien jüngere Menschen mit nur gering ausgeprägten Vorerkrankungen an Covid-19 gestorben. "Das sind aber wirklich bisher in den Sterbefällen Ausnahmen", betonte Ondruschka.

Telefon-Hotline für Fragen zum Coronavirus

Allgemeine Fragen zum Coronavirus werden unter der Telefon-Hotline 040 / 428 284 000 beantwortet. Bei auftretenden grippeähnlichen Symptomen in Verbindung mit Kontakt zu erkrankten Personen sollte die Hausärztin oder der Hausarzt oder der Arztruf 116117 telefonisch kontaktiert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.12.2020 | 13:00 Uhr

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