Ein Abstrichstäbchen wird in einer Corona-Test- Einrichtung gehalten. © picture alliance/dpa Foto: Britta Pedersen

301 neue Corona-Fälle in Hamburg registriert

Stand: 21.12.2020 12:42 Uhr

Nach Angaben der Hamburger Sozialbehörde sind am Montag 301 neue Corona-Fälle registriert worden. Weiterhin werden mehr als 100 Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen behandelt.

In Hamburg sind am Montag 301 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das sind zwei Fälle weniger als am vergangenen Montag. Der Sieben-Tage-Wert ist damit auf 158,8 minimal gesunken. Seit Beginn der Pandemie wurden nach Angaben der Sozialbehörde insgesamt 32.730 Menschen in Hamburg positiv auf das Coronavirus getestet. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts können davon inzwischen etwa 24.200 als genesen angesehen werden.

Mehr als 100 Corona-Patienten auf Intensivstationen

485 Corona-Pateintinnen und Corona-Patienten liegen mit Stand von Freitag in Hamburgs Krankenhäusern. Davon derzeit 104 auf Intensivstationen, jeder zweite Patient muss beatmet werden. Nach Informationen von NDR 90,3 wurde mit neun Kliniken vereinbart, planbare Operationen zu verschieben, um Betten für Corona-Fälle freizuhalten.

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Das Hamburger Institut für Rechtsmedizin hat bislang bei 452 Toten eine Covid-19-Erkrankung eindeutig als Todesursache festgestellt. Das ist der Szand vom vergangenen Freitag. "Die verstorbenen Personen sind im Median 82 Jahre alt", sagte der Leiter des Instituts, Benjamin Ondruschka. Die meisten Sterbefälle gebe es in der Altersgruppe der 80- bis 90-Jährigen. Unter den Toten seien deutlich mehr Männer als Frauen.

Die meisten Verstorbenen hatten Vorerkrankungen

In der zweiten Welle hätten sich vor allem auch zahlreiche Menschen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren mit dem Coronavirus angesteckt. Im Alter unter 50 seien aber seit Beginn der Pandemie in Hamburg bisher nur vier Männer und drei Frauen gestorben.

Die allermeisten Verstorbenen hatten laut Ondruschka Vorerkrankungen. Zum charakteristischen Risikoprofil gehören nach Angaben des Rechtsmediziners Herz- und Gefäßerkrankungen, Diabetes und Übergewicht. Nur in Einzelfällen seien jüngere Menschen mit nur gering ausgeprägten Vorerkrankungen an Covid-19 gestorben. "Das sind aber wirklich bisher in den Sterbefällen Ausnahmen", betonte Ondruschka.

Telefon-Hotline für Fragen zum Coronavirus

Allgemeine Fragen zum Coronavirus werden unter der Telefon-Hotline 040 / 428 284 000 beantwortet. Bei auftretenden grippeähnlichen Symptomen in Verbindung mit Kontakt zu erkrankten Personen sollte die Hausärztin oder der Hausarzt oder der Arztruf 116117 telefonisch kontaktiert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.12.2020 | 12:00 Uhr

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