Stand: 25.01.2020 06:14 Uhr

Zahl der Grippefälle in Hamburg steigt an

Kranke Frau liegt auf einem Sofa und schnäuzt sich die Nase © Fotolia Foto: Subbotina Anna
Fast 500 Grippefälle gab es in den ersten drei Januar-Wochen in Hamburg. (Archivfoto)

Die Zahl der Grippefälle in Hamburg ist in den ersten Wochen dieses Jahres deutlich angestiegen. Seit Beginn der Grippesaison Anfang Oktober hat das Institut für Hygiene und Umwelt mehr als 1.000 Fälle registriert - fast dreimal so viele wie im Vorjahr.

Noch kein Todesfall

Die gute Nachricht: Todesfälle hat es in der aktuellen Grippesaison in Hamburg bisher nicht gegeben. Laut Gesundheitsbehörde sind die Zahlen bisher kein Grund zur Besorgnis. Auch wenn es bisher deutlich mehr Fälle gibt als im Vorjahreszeitraum. Jede Welle verlaufe nun mal anders und an das besonders heftige Grippe-Jahr 2017/18 reichen die Zahlen lange nicht heran. Vor zwei Jahren waren insgesamt mehr als 9.000 Hamburger an Grippe erkrankt.

Allerdings gibt es Anzeichen dafür, dass die Grippewelle in Hamburg langsam Fahrt aufnimmt. Fast die Hälfte der bisherigen Grippefälle, nämlich 489, wurden in den ersten drei Januar-Wochen registriert. Dass jetzt immer mehr Menschen erkranken, sei damit aber nicht gesagt, heißt es aus der Behörde. Der Versuch, Infektionswellen zuverlässig vorauszusagen, sei im Grunde Kaffeesatzleserei.

Experten: Ältere sollten sich impfen lassen

Die Experten raten besonders älteren oder immungeschwächte Menschen sich auch jetzt noch impfen zu lassen, wenn sie das bisher nicht getan haben. Denn vorbei ist die Grippesaison erst Mitte Mai.

Grippe: Ansteckungsgefahr und Schutz

Grippeviren werden durch Tröpfcheninfektion etwa beim Niesen, Husten oder Sprechen übertragen. Zudem kann man sich durch Händeschütteln oder über kontaminierte Gegenstände anstecken. An Türklinken, Telefonhörern oder Computer-Tastaturen können sie mehrere Stunden überleben. An Geldstücken haften sie bis zu 17 Tage. Bis zu 15 Stunden nach einer Berührung lassen sich noch Keime auf der Haut nachweisen. Beim Reiben von Nase oder Augen werden sie dann von der Hautoberfläche auf die Schleimhäute ihres nächsten Wirtes übertragen.

Als sicherster Schutz vor der Übertragung der Keime gilt daher häufiges Händewaschen. Es reduziert das Ansteckungsrisiko um 50 Prozent. Ansteckungsgefahr besteht vor allem dort, wo sich viele Menschen aufhalten, beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln, Arbeitsstätten, Schulen oder Kaufhäusern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.01.2020 | 08:00 Uhr

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