Ein Pkw steht zwischen dem Bürgesteig und einem Lkw nach einem Verkehrsunfall in der Stresemannstraße kurz vor der Kreuzung Kieler Straße. © picture alliance / dpa Foto: Georg Wendt

Wegen Corona: Deutlich weniger Unfälle in Hamburg

Stand: 26.11.2020 10:43 Uhr

Auf Hamburgs Straßen gab es in den ersten neun Monaten dieses Jahres weniger Verkehrsunfälle als im Vorjahr. Grund dafür ist laut Polizei ein gesunkenes Verkehrsaufkommen wegen der Corona-Pandemie.

Insgesamt sind in den ersten neun Monaten des Jahres 43.689 Unfälle von der Hamburger Polizei registriert worden - knapp 15 Prozent weniger als im selben Zeitraum 2019. Die Zahl der Verkehrstoten liegt bei elf, das sind zehn weniger als im selben Vorjahreszeitraum.

Häufiger Unfälle mit Radfahrern

Die großen Verlierer in der jüngsten Statistik sind die Radfahrerinnen und Radfahrer: Im Vergleich zu 2019 wuchs die Zahl der verunglückten Fahrradfahrenden in Hamburg um fast fünf Prozent auf rund 2.100. Der Grund: Immer mehr Menschen steigen wegen der Corona-Pandemie auf das Rad um. Viele hielten sich aber nicht an die Verkehrsregeln, heißt es bei der Polizei.

Mehr als 150 Unfälle mit E-Scootern

Schlecht weg kommen auch die Nutzerinnen und Nutzer von E-Scootern. Es gab 151 Unfälle mit 6 Schwer- und 79 Leichtverletzten. Meistens hatten die E-Scooter-Fahrerinnen und -Fahrer die Unfälle verursacht.

Weniger Fußgänger zu Schaden gekommen

Fußgängerinnen und Fußgänger sind in diesem Jahr bisher seltener zu Schaden gekommen als im selben Zeitraum 2019. Die Polizei zählte 671 verunglückte Fußgänger, das ist ein Rückgang um mehr als neun Prozent. Bis Ende September wurden in diesem Jahr fünf Fußgängerinnen und Fußgänger bei Unfällen getötet, 2019 waren es neun.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.11.2020 | 12:00 Uhr

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