Stand: 17.05.2020 15:03 Uhr  - Hamburg Journal

Viel Trubel im Wildpark Schwarze Berge

Seit zehn Tagen hat der Wildpark Schwarze Berge wieder geöffnet - nach siebenwöchiger Corona-Pause. Vor allem Familien freuen sich über die Möglichkeit der Beschäftigung  an der frischen Luft. Sie füllen den Park – und bescheren ihm auch wieder Einnahmen.

Wildpark von Einnahmen-Verlusten betroffen

Geschäftsführer Arne Vaubel erklärt: "Das, was wir jetzt in den sieben Wochen verloren haben, wird sich spätestens im Winter wieder melden. Jetzt sind wir ganz gut besucht." Aber das Geld, was der Park verloren habe, werde er dieses Jahr nicht mehr verdienen können.

Rundgang im Park ist klar geregelt

Nachwuchs bei den Ziegen im Wildpark Schwarze Berge © NDR Foto: Screenshot
Die Ziegen im Wildpark Schwarze Bergen haben Nachwuchs bekommen. Auch die Uhus haben ein Baby.

Um den Corona-Regeln gerecht zu werden, weisen Pfeile und Schilder im Park den Weg. Eine Einbahnstraßenregelung gibt nun vor, wie rum der Rundgang spaziert wird. Auch bei der Gastronomie gilt es Abstand zu halten. Vaubel hofft, dass das Thema Corona eines bleibt, was nur die Menschen betrifft. Er macht sich Sorgen, dass eine Ansteckungsgefahr auch bei den Tieren bestehe.  

Nachwuchs bei Ziegen und Uhus

Doch bislang scheinen die tierischen Bewohner die Einschränkungen nicht zu stören. Im Wildpark kommt gerade bei vielen Tieren der Nachwuchs: Vor fünf Tagen etwa kamen Drillinge bei den Ziegen. Und vor zehn Tagen kam ein Uhu-Baby zur Welt. Das hat noch keinen Namen, am Sonnabend wurde es nun beringt: Ein Artenschutzring enthält die für die Menschen wichtigen Informationen. Es sei eine Art Personalausweis in Form eines Ringes, erklärt Tierpfleger Manuel Martens.  Der kleine sei gut drauf, sei gut genährt, fit und der Flaum sei sauber. "Man sieht schon, dass es ein Greifvogel ist", sagt Martens.

Karte: Wildpark Schwarze Berge
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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 16.05.2020 | 19:30 Uhr

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