Stand: 23.05.2019 21:01 Uhr

Unfallklinik Boberg: Stadt reserviert Fläche für Neubau

In Hamburg-Bergedorf haben die Planungen für eines der größten Bauprojekte der kommenden Jahre begonnen: Die Stadt hat dem Unfallkrankenhaus Boberg ein Grundstück für einen Neubau angeboten, teilte Bergedorfs Bezirksamtsleiter Arne Dornquast im Gespräch mit NDR 90,3 und dem Hamburg Journal mit. Das Grundstück liegt direkt am Curslacker Neuen Deich und der Autobahn. Auf 20 Hektar sollte dort eigentlich ein sogenannter Innovationspark entstehen. Die Hälfte der Fläche wird jetzt für das Unfallkrankenhaus Boberg reserviert.

Gebäude eines Klinikums.

Unfallkrankenhaus Boberg plant Neubau

Hamburg Journal -

Das Unfallkrankenhaus Boberg plant einen Neubau. Dafür hat der Bezirk Bergedorf dem privaten Betreiber ein Grundstück angeboten, direkt an der Straße Curslacker Neuer Deich.

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Entscheidung über Neubau fällt in einem Jahr

Denn die Klinik, die gerade ihren 60. Geburtstag gefeiert hat, stößt an ihrem bisherigen Standort am Naturschutzgebiet Boberger Niederung an ihre Grenzen. Ob tatsächlich ganz neu gebaut wird, soll ziemlich genau in einem Jahr feststehen - das Klinikum hat dafür gerade eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Baubeginn frühestens im Jahr 2024

Der Neubau selbst wird dann aber wohl frühestens im Jahr 2024 beginnen. Denn die Änderung des Bebauungsplanes dauert nach Angaben des Bezirks Bergedorf zwei Jahre. Hinzu kommtn zwei weitere für die Vorbereitung des Baugrunds. Sollte tatsächlich neu gebaut werden, wäre es der zweite Krankenhaus-Neubau in Hamburg neben der Asklepios Klinik in Altona.

Krankenhaus ist wichtiger Arbeitgeber in Bergedorf

Wichtig für Bergedorf ist vor allem, dass das Krankenhaus im Bezirk bleibt. Denn dort werden nicht nur Unfall-Opfer aus ganz Norddeutschland behandelt, sondern auch viele Patienten aus dem Osten der Stadt und dem Umland. Außerdem ist das Unfallkrankenhaus mit fast 2.500 Beschäftigten ein wichtiger Arbeitgeber. "Das Krankenhaus ist eines der Glanzlichter der Wirtschaftsstruktur in Bergedorf", sagte Dornquast.

Dornquast: "Unverzichtbar" für die Versorgung

Neben dem Maschinenbau-Unternehmen Hauni sowie im Bereich der Logistik der Firma H&M sei das Unfallkrankenhaus im Bereich der Gesundheitswissenschaft und -wirtschaft eines der wichtigen Unternehmen in Bergedorf, sagte der Bezirksamtsleiter. Zusammen mit dem Bethesda Krankenhaus sei es für die Versorgung unverzichtbar: "Deswegen kann ich mir Bergedorf ohne das Unfallkrankenhaus nicht vorstellen und das muss ich zum Glück auch nicht", so Dornquast.

Grundstück durch zierliche Tellerschnecke bekannt

Das Grundstück am Curslacker Neuen Deich war bereits vor Jahren in ganz Hamburg bekannt geworden. Denn dort lebte die zierliche Tellerschnecke - eine geschützte Art, die inzwischen nach Angaben des Bezirks aber erfolgreich umgesiedelt worden ist.

Jörn Straehler-Pohl berichtet vom möglichen Neubau des Unfallkrankenhauses Boberg. © NDR Foto: Screenshot

Stadt bietet Fläche für Neubau der Unfallklinik Boberg an

NDR 90,3 -

Für einen möglichen Neubau hat die Stadt dem Unfallklinikum Boberg nun eine Fläche angeboten. Das erklärte Bergedorfs Bezirksamtsleiter im Gespräch mit NDR 90,3 und dem Hamburg Journal, wie Jörn Straehler-Pohl berichtet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.05.2019 | 17:00 Uhr

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