Wolken ziehen in Hamburg hinter den Türmen der Centrum Moschee vorbei. © dpa/picture alliance Foto: Axel Heimken

Trotz Corona-Pandemie: Tag der offenen Moschee in Hamburg

Stand: 03.10.2020 16:26 Uhr

"Glaube in außergewöhnlichen Zeiten" - so lautete in diesem Jahr das Motto des tags der offenen Moschee in Hamburg. Angeboten wurden Einblicke in Gotteshäuser - und eine Moscheen-Tour durch St. Georg.

Insgesamt vier Gemeinden machten bei der Tour mit: Eine arabische, eine türkische, eine afrikanische und eine kurdische. Sie informierten über ihr Gemeindeleben und über die aktuelle Situtation während der Corona-Pandemie. Von Ende März bis Anfang Mai mussten die Moscheen geschlossen bleiben, Freitagsgebete fanden nur digital statt. Jetzt kommen wegen der Corona-Krise laut Mehdi Aroui vom Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg zur Zeit etwa nur 15 bis 20 Prozent der Gläubigen im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten in die Moscheen. Die Moscheen-Tour in St Georg startet bei der Centrum Moschee in der Böckmannstraße.

Tag der offenen Moschee: Traditionell am Tag der Einheit

Auch andere muslimische Gemeinden in Hamburg öffneten ihre Türen für Besucher, darunter Moscheen in Wilhelmsburg, in Neugraben und in Schnelsen. Der bundesweite Tag der offenen Mosche findet traditionell am Tag der Deutschen Einheit statt. Vor allem in außergewöhnlichen Zeiten suchten Menschen Kraft und Zuversicht im Glauben, heißt es von den Organisatoren der Aktion.

Am Tag der offenen Moschee demonstrierten auch rund 150 Menschen vor der Blauen Moschee an der Außenalster in Hamburg. Sie forderten eine Schließung des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH), dem Träger der Moschee. Außerdem wollten die Demonstrantinnen und Demonstranten, dass der Staatsvertrag zwischen der Stadt Hamburg und der Schura gekündigt wird.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.10.2020 | 16:00 Uhr

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