Stand: 23.07.2019 17:21 Uhr

Tödlicher Unfall: Bewährungsstrafe für Fahrer

Nach einem tödlichen Verkehrsunfall in Hamburg-Wilstorf vor rund einem Jahr hat das Amtsgericht Harburg den Unfallfahrer am Dienstag zu einer Bewährungsstrafe von sieben Monaten und einem Jahr Führerscheinentzug verurteilt. Der angeklagte Neurochirurg war betrunken gefahren und mit seinem Leihwagen in einen Linienbus gerast.

Betrunken und zu schnell unterwegs

Der jetzt verurteilte Neurochirurg hat beruflich viel mit Unfallopfern zu tun. Er weiß, welch verheerende Folgen Alkohol am Steuer haben kann. Dennoch hatte er sich damals betrunken hinters Steuer gesetzt und war viel zu schnell gefahren: 70 Kilometer pro Stunde statt der erlaubten 50. In der Hannoverschen Straße flog sein gemieteter Elektro-Wagen dann aus der Kurve und krachte frontal in einen Bus. Der Beifahrer, sein bester Freund, starb an den Folgen seiner schweren inneren Verletzungen. Vier Fahrgäste im Bus wurden ebenfalls verletzt.

"Ich habe einen Fehler begangen, der mich mein Leben lang verfolgen wird," sagte der Chirurg unter Tränen in seinem letzten Wort im Prozess. Bei der Unfallfahrt hatte der 48-Jährige 0,94 Promill Alkohol im Blut. Der Richter sagte in seinem Urteil, das sei nahe an der Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.07.2019 | 18:00 Uhr

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