Stand: 15.08.2018 17:15 Uhr

G20: Soko "Schwarzer Block" schlägt wieder zu

Die Hamburger Polizei hat am Dienstag erneut eine Großrazzia im Zusammenhang mit den G20-Krawallen vor einem Jahr durchgeführt. Die Razzia richtete sich dieses Mal gegen neun Männer im Alter von 18 bis 54 Jahren, die am Rande des G20-Gipfels in Hamburg Barrikaden angezündet, einen Supermarkt geplündert und Polizisten beworfen haben sollen. Auf ihre Spur kam die Soko "Schwarzer Block" unter anderem durch Auswertung von Fotos und Videos.

Beweismaterial sichergestellt

In sechs Hamburger Stadtteilen wurde bei den Durchsuchungen Beweismaterial sichergestellt. Außerdem gab es Einsätze in Burg in Dithmarschen, sowie in Hannover und in Harmstorf im Kreis Harburg, wo die Beamten auch gleich noch 29 abgeerntete Marihuana-Pflanzen und eine Schreckschusspistole sicherstellten. Auch in einer Wohnung in Rahlstedt entdeckten die Polizisten etwa ein Kilo Marihuana. Und in Sasel fanden die Beamten bei der Razzia 20.000 Euro in bar, deren Herkunft der Mieter nicht erklären konnte.

Zahlreiche Razzien im In- und Ausland

In den vergangenen Monaten führte die Soko "Schwarzer Block" zahlreiche Razzien im In- und Ausland durch. Die Polizei spricht von insgesamt 3.000 Ermittlungsverfahren und inzwischen mehr als 800 Tatverdächtigen, die bisher identifiziert werden konnten. "Die heutige Durchsuchungsaktion ist ein weiterer wichtiger Schritt dazu, G20-Gewalttäter zu überführen", sagte Hamburgs Polizeipressesprecher Timo Zill am Dienstag. "Es wird weitere Maßnahmen der Soko 'Schwarzer Block' geben."

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.08.2018 | 17:00 Uhr

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