So sollen Radschnellwege Hamburg mit dem Umland verbinden

Stand: 09.08.2021 16:54 Uhr

Wo verlaufen in einigen Jahren die Radschnellwege aus dem Umland nach Hamburg? Jetzt stehen die Routen für das 300 Kilometer lange Radschnellnetz der Metropolregion Hamburg fest.

Sieben Radschnellwege werden Hamburg mit den Umlandgemeinden in Schleswig-Holstein und Niedersachsen verbinden:

1. Elmshorn - Pinneberg - Hamburg (32 Kilometer)
2. Bad Bramstedt - Kaltenkirchen - Henstedt-Ulzburg - Norderstedt - Hamburg (40 Kilometer)
3. Ahrensburg - Hamburg (10 Kilometer)
4. Geesthacht - Hamburg (24 Kilometer)
5. Lüneburg - Winsen - Hamburg (50 Kilometer)
6. Tostedt - Buchholz - Hamburg (32 Kilometer)
7. Stade - Buxtehude - Hamburg (55 Kilometer)

Die Wege sollen vier Meter breit sein und nur wenig Kreuzungen haben, damit möglichst viele Autofahrer zum Umstieg aufs Fahrrad animiert werden.

"Es ist ein Projekt, das die Region im wahrsten Sinne des Wortes zusammenbringt", sagte der Chef des Regionsrats der Metropolregion, Staatsrat Andreas Rieckhof, am Montag. "Und es ist eines, das ordentlich Tempo aufgenommen hat."

Nahe Bahnhöfe sollen Umsteigen möglich machen

Alle Radschnellwege führen an Bahnhöfen vorbei. "Das ist gut fürs Umsteigen", meint Pinnebergs Landrätin Elfi Heesch. "Wem es zuviel wird mit dem Gegenwind, der nun mal hier oben herrscht und irgendwie ja immer von vorne kommt, der kann sich kurzfristig mit der Bahn auf den Rest des Wegs machen."

Kosten und Zeitplan noch unklar

Wann die 300 Kilometer fertig sind, das ist genauso unklar wie die Kosten. Sie reichen pro Kilometer von 600.000 bis zu vielen Millionen Euro.

Alte Güterstrecke soll genutzt werden

Einer der Radschnellwege soll in Hamburg zum Teil auf einer alten Güterbahnstrecke verlaufen. Wo früher Güterzüge zwischen Ochsenzoll und Klein Borstel neben den Gleisen der U1 entlangfuhren, soll in einigen Jahren eine vier Meter breite Radautobahn entlang führen. Dafür müsste es allerdings einen massiven Umbau geben, weil die Strecke ein halbes Dutzend Straßen über- oder unterqueren würde. "Wir brauchen Rampen, wir brauchen Brückenbauwerke", sagte Hamburgs Radverkehrs-Koordinatorin Kirsten Pfaue. "Aber wir hätten damit ein hervorragendes Angebot an den Radverkehr, nämlich sechs Kilometer ohne Ampeln und Autos."

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.08.2021 | 17:00 Uhr

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