Ein Schild zeigt den Schriftzug "Hamburger Spendenparlament" mit einem Logo. © picture-alliance / dpa Foto: Lukas Schulze

Senatsempfang zu Ehren des Hamburger Spendenparlaments

Stand: 09.05.2022 19:51 Uhr

Ein Senatsempfang im Rathaus - das ist immer eine besondere Ehre. Am Montagabend wurde dort das Hamburger Spendenparlament für seine Arbeit gewürdigt. Anlass war der 25. Geburtstag im vergangenen Jahr, der wegen der Corona-Pandemie nicht gefeiert werden konnte.

Die Zahlen und Fakten sind schnell erzählt: Seit 1996 hat das Hamburger Spendenparlament fast 1.500 soziale Projekte gefördert - mit mehr als 15 Millionen Euro. Kein wichtiges Projekt gegen Armut, Obdachlosigkeit und Isolation soll am Geldmangel scheitern. So lautet das Credo des Vereins, der alle Mitglieder mitentscheiden lässt, wohin das Geld geht. Und das mit großem Erfolg.

Spendenparlament als Spiegelbild der sozialen Landschaft

Einige Projekte werden inzwischen dauerhaft von der Stadt oder anderen Geldgebern und Geldgeberinnen finanziert. So wie die Babylotsen - ein Hilfsangebot für junge Eltern. Auch viele andere Initiativen gäbe es ohne die Hilfe des Spendenparlaments vielleicht nicht, oder nicht mehr. Wie zum Beispiel das Arztmobil für Obdachlose und Bedürftige. Das Spendenparlament sei ein Spiegelbild der sozialen Landschaft in unserer Stadt, sagt Vorstandschef Uwe Kirchner. Das sieht man übrigens nicht nur an den großen Projekten, die von dem Verein gefördert werden. Sondern genauso an den vielen kleinen Initiativen, die sich vor Ort um Menschen kümmern.

Verein hat mehr als 3.000 Mitglieder

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) meint: Das Spendenparlament verbindet die hanseatische Tradition bürgerschaftlichen Engagements mit einem modernen Ansatz der Beteiligung. Der Verein hat mehr als 3.000 Mitglieder und freut sich nach eigenen Angaben immer über neue.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.05.2022 | 17:00 Uhr

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