Stand: 16.12.2018 06:22 Uhr

Senator legt Plan gegen Staus in Hamburg vor

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Verkehrssenator Michael Westhagemann will das Baustellenmanagement verbessern.

Was kann man tun, um die Baustellen auf Hamburgs Straßen besser zu koordinieren und so Staus möglichst zu vermeiden? Der neue Verkehrssenator Michael Westhagemann (parteilos) hat dazu gemeinsam mit der Innen- und der Finanzbehörde einen Masterplan entwickelt, der NDR 90,3 vorliegt.

Mehr Macht für die KOST

Laut einer Drucksache, die der Senat am Dienstag vorstellen will, soll es 24 Einzelmaßnahmen geben. Demnach soll die Koordinierungsstelle für Baustellen in Hauptverkehrsstraßen (KOST) das Sagen haben und auch für Bezirksstraßen zuständig sein. Die neuen Verkehrs- und Baustellenkoordinatoren in den sieben Hamburger Bezirken arbeiten der KOST zu. Die zuständigen Stellen tauschen sich in einer täglichen Videokonferenz aus.

Alle Informationen über Baustellen auf den Straßen und ihre Folgen für die Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger sollen den Behörden möglichst frühzeitig und verbindlich zur Verfügung stehen. Alles wird digital erfasst und für alle Nutzer einsehbar sein.

Besseres Baustellenmanagement

Die Bezirksämter, Hamburg Wasser, die HPA sowie die Polizei sollen der KOST künftig sämtliche Baumaßnahmen, Sondernutzungen und Veranstaltungen melden. Auch Stromnetz Hamburg, Gasnetz Hamburg, Dataport und die Hochbahn müssen laut dem Plan alle Baustellen mindestens zwei Wochen vor Beginn melden. Die Koordinierungsstelle entscheidet dann, ob gebaut wird oder nicht. Im Streitfall soll die Verkehrsbehörde einschreiten.

Mehr Infos für Autofahrer

Die Autofahrer können sich spätestens ab Mai 2019 tagesaktuell im Internet über alle Baustellen, Staus und Störungen informieren. Außerdem wird eine Telefon-Hotline für Staus und Baustellen eingerichtet. Auf den Straßenbaustellen soll künftig, wann immer möglich, in mehreren Schichten gearbeitet werden. Termine und Planungen müssen verbindlich eingehalten werden.

Auf den Autobahnen sollen Polizei und Feuerwehr Unfälle schneller aufnehmen und die Unfallstellen schneller räumen - Tagesbaustellen sollen verschwinden, wenn die Staus zu lang werden. Mit Schleswig-Holstein, Niedersachsen und dem Bund wird eine gemeinsame Verkehrsmanagementzentrale für den Großraum Hamburg eingerichtet.

Kontrollen gegen Zweite-Reihe-Parker

Auf besonders kritischen Strecken und Straßen wird die Polizei stärker gegen Falschparker in zweiter Reihe vorgehen. Und die Stadtreinigung soll ihre Touren überprüfen, um zusätzliche Behinderungen insbesondere in den Hauptverkehrszeiten zu verhindern.

Weitere Informationen

Verkehrssenator will Baustellen-Hotline

Eine der größten Straßenbaustellen in der Hamburger Innenstadt wird bald fertig. Um Staus durch Bauarbeiten künftig zu verhindern, plant Verkehrssenator Westhagemann eine Hotline. (22.11.2018) mehr

Rot-Grün will Baustellen-Management verbessern

Verwaiste Baustellen soll es weniger geben, dafür mehr Transparenz und Kommunikation mit den Bürgern: Die rot-grüne Regierungskoalition will die Baustellen-Koordinierung in Hamburg optimieren. (14.11.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.12.2018 | 08:00 Uhr

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