Stand: 21.08.2017 12:15 Uhr

Schulterblatt: Haspa eröffnet Übergangsfiliale

Für die Filiale der Hamburger Sparkasse (Haspa), die bei den Krawallen am Rande des G20-Gipfels am 7. Juli im Schanzenviertel zerstört wurde, gibt es Ersatz: Seit Montag bietet die Sparkasse ihre Dienste vorübergehend in ehemaligen Räumen der Deutschen Bank an. Sie liegen schräg gegenüber der demolierten Filiale am Schulterblatt. Die Haspa hat einen Untermietvertrag zunächst bis Mai 2019 geschlossen.

Alte Filiale ausgebrannt

Noch nie sei eine Haspa-Filiale so schnell aufgebaut worden, hieß es - und zwar in weniger als sechs Wochen. Die alte Filiale ist ausgebrannt. Bislang gab es noch keine genauen Angaben zur Schadenshöhe, weil noch nicht alle Gutachten vorliegen. Hapsa-Vorstandsprecher Harald Vogelsang sagte NDR 90,3: "Wenigstens muss alles entkernt werden, eventuell muss sogar neu gebaut werden." Das werde derzeit geprüft. Er bezifferte die Kosten auf "mindestens eine halbe Million Euro, wahrscheinlich aber deutlich mehr".

Haspa-Chef: "Wir bleiben hier"

Vogelsang will den Standort Schanzenviertel nicht aufgeben, obwohl dort die Filiale immer wieder Ziel von Attacken ist. "Wir sind seit 1959 an dem Standort. Wir sind hier, wir bleiben hier." Rund 9.000 Anwohner haben dort ihr eigenes Konto. 13 Mitarbeiter und zwei Auszubildende stehen den Kunden auf mehr als 340 Quadratmetern Fläche in der Übergangsfiliale zur Verfügung. Bankschließfächer werden nicht angeboten.

Eine ebenfalls von der Zerstörungswut der Randalierer getroffene Budnikowsky-Drogeriefiliale hatte ihre Räume provisorisch für den Weiterverkauf hergerichtet. Die Verkaufsfläche wurde schrittweise wieder erweitert. Ein benachbarter Rewe-Supermarkt musste gesperrt werden.

Proteste und Gewalt beim G20-Gipfel

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.08.2017 | 12:00 Uhr

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