Stand: 16.09.2020 12:27 Uhr

Schnellere Hilfen für Menschen mit Behinderungen

Ein Rollstuhlfahrer ist auf der Straße unterwegs. © Fotolia.com Foto: Minerva Studio
Menschen mit Behinderungen müssen staatliche Unterstützung immer wieder aufs Neue beantragen.

In Hamburg sollen Menschen mit Behinderungen künftig schneller staatliche Hilfe bekommen. Das hat der neue Senatskoordinator Ralph Raule im Gespräch mit NDR 90,3 angekündigt.

Bei den Anträgen kann es zu Wartezeiten kommen

Menschen mit Behinderungen kennen das Problem: Sie müssen staatliche Unterstützung immer wieder aufs Neue beantragen - beispielsweise für einen Gebärden-Dolmetscher. Dabei kann es vorkommen, dass ihr Antrag vom zuständigen Amt entweder abgelehnt oder nur schleppend bearbeitet wird und sie auf ihr Geld warten müssen. Im Zweifelsfall müssen sie dann sogar vors Sozialgericht ziehen.

Schlichtungsstelle soll schnell Arbeit aufnehmen

Dieser juristische Streit soll in Hamburg bald vermieden werden, sagt Raule. Und zwar durch eine sogenannte Schlichtungsstelle, die zwischen dem Amt und dem behinderten Menschen vermittelt - und schneller als ein Gericht zum Punkt kommt. Die Stelle ist zwar schon beschlossene Sache - Raule will aber dafür sorgen, dass sie bald arbeitsfähig ist.

Raule vertritt seit etwa einem Monat die Interessen von Menschen mit Behinderungen. Der 53-jährige Hamburger Unternehmer ist selbst gehörlos und engagiert sich seit Langem in der Selbsthilfe. Er versteht Inklusion als eine Aufgabe, die alle etwas angeht - und nicht nur die Sozialbehörde.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.09.2020 | 12:00 Uhr

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