Schiffstaufe im Hafen wegen Corona ohne Gäste

Stand: 06.03.2021 20:33 Uhr

Schiffstaufen im Hamburger Hafen sind normalerweise Großveranstaltungen, zu denen auch mal mehrere hundert Gäste kommen. Ganz anders jetzt in Coronazeiten: die Hamburger Reederei UHL taufte ihren jüngsten Neubau am Sonnabend unter ganz speziellen Bedingungen.

Rund 150 Meter lang ist die "UHL Faith", eigentlich kein Riese unter den Schiffen, die nach Hamburg kommen. Aber sie ist dennoch ein Schwergewicht. Denn das Spezialschiff ist gebaut dafür, besonders schwere und sperrige Lasten von bis zu 900 Tonnen zu transportieren. Das können etwa Kraftwerksteile, Windräder oder kleinere Schiffe sein. Ein solcher Frachter ist seit 15 Jahren nicht mehr in Hamburg getauft worden. "Es ist ein wichtiger Tag für uns", sagte Lars Rolner von der Reederei United Heavy Lift (UHL).

Gebaut in China

Die "UHL Faith" wurde in China gebaut und hat vor rund einem Monat die Werft verlassen. Eine Taufe in China war wegen der Corona-Beschränkungen unmöglich. Um nicht leer auf der ersten Reise nach Hamburg zu fahren, hat die Reederei ausnahmsweise hunderte Container an Bord genommen. Auch aufgrund der Corona-Pandemie sind die Kapazitäten für den Warentransport zwischen Asien und Europa derzeit besonders gefragt. Die dafür Preise haben sich vervielfacht.

Sparsames Schiff

Die "UHL Faith" gilt als sehr sparsam, stößt nur etwa halb so viele Abgase aus wie vergleichbare Schiffe. Die Schiffstaufe fand wegen der Corona-Pandemie am Sonnabend Nachmittag nur im kleinen Rahmen statt - am Kreuzfahrtterminal in der Hafencity ohne viel Gäste.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.03.2021 | 12:00 Uhr

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