Rund um den Hamburger Stadtpark soll es grüner werden

Stand: 22.09.2022 16:56 Uhr

Wie kann der Hamburger Stadtpark erweitert werden? Wie können ihn die vielen Menschen besser nutzen? Damit hat sich ein Gutachten beschäftigt, das der Bezirk Hamburg-Nord am Donnerstag vorlegte.

200.000 Menschen bewegen sich an sonnigen Wochenenden in den Stadtpark - nun auch die Bewohnenden neuer Quartiere wie dem Pergolenviertel. Doch erweitern kann man den Stadtpark nirgendwo, so das ernüchternde Ergebnis des Gutachtens. Aber in seinem Umfeld soll es grüner werden, sagt Michael Werner-Boelz (Grüne), der Leiter des Bezirksamts Hamburg-Nord.

Mehr Grün in der Hindenburgstraße

"Einer der wesentlichen Bereiche - ich finde sogar der spektakulärste - ist die Hindenburgstraße", so Werner-Boelz. Sie führt entlang des Alsterdorfer Polizeipräsidiums auf den Stadtpark zu. Ihre beiden Richtungsfahrbahnen sind durch einen breiten Grünstreifen getrennt. "Die Idee ist, dass auf einer Seite diese Fahrspuren aufgelöst werden und man so einen breiteren Grünstreifen gewinnt, der genutzt werden kann - zum Spielen, zum Wandern, zum Toben", erklärt der Bezirksamtsleiter seine Vision. Damit gäbe es einen durchgängigen Grünzug - vom Alsterwanderweg zum Stadtpark.

Umstrittene Verkehrsberuhigung

Eine weitere Idee ist die Verkehrsberuhigung der Otto-Wels-Straße, die den Stadtpark quert. Vorgeschlagen wird, die Straße stufenweise erst vom ruhenden, am Ende auch vom durchfahrenden Autoverkehr zu befreien. Das ist seit Jahren umstritten.

Stadtparkbad: Kann der Zaun weg?

Weiterhin soll geprüft werden, den Zaun um das Stadtparkbad zu entfernen, damit die Wasserfläche großzügiger wirkt und kein Eintritt mehr fällig wäre. Hier erwartet der Bezirk Nord aber schwierige Gespräche mit Bäderland. Eine weitere Idee ist der Umbau des Wiesenstiegs am Südring. Die dortigen Kleingärten sollen laut Bezirksamt in einem gemeinsamen Prozess geöffnet und umorganisiert werden. Ein Vorteil wäre auch die verbesserte Anbindung an die Jarrestadt.

Geld für Umbauten fehlt

Grundlage des Gutachtens war eine großangelegte Nutzerbefragung im Herbst 2020 mit über 11.000 Rückmeldungen. Die neue Untersuchung ist kein konkretes Bauprogramm für die nächsten Jahre, sondern soll als "konzeptionelle Betrachtung" nun in eine Diskussion in Öffentlichkeit, Politik und Behörden münden. Noch fehlt auch das Geld für Umbauten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 22.09.2022 | 17:00 Uhr

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