Stand: 06.05.2018 11:38 Uhr

Rot-Grün fordert umweltfreundlichere Schiffe

Die Luft in Hamburg soll und muss sauberer werden. Deshalb sollen jetzt auch private Betreiber im Hafen ihre Schiffe auf möglichst umweltfreundlichere Antriebssysteme umrüsten, fordern SPD und Grüne in der Bürgerschaft.

Luftverschmutzung durch Fähren, Barkassen und Schlepper

Denn im Hamburger Hafen pusten die großen und kleine Pötte viel zu viel Stickstoffdioxide in die Atmosphäre. Und: Etwa 90 Prozent der Gesamtemissionen der Innerhafenverkehre würden von Fähren, Barkassen und Schleppern verursacht, schreiben SPD und Grüne in einem Bürgerschaftsantrag.

Anreize für umweltfreundlichere Antriebe

Darin fordern sie den Senat auf, ein Bündnis für saubere Luft und umweltfreundliche Antriebe zu schmieden - insbesondere auch mit den privaten Fähr- und Barkassen- sowie Schlepper-Betrieben. Die Wirtschaftsbehörde soll über Förderprogramme informieren. Und die Hafenverwaltung HPA soll umweltfreundlichen Schiffen bessere und günstigere Liegeplätze anbieten. Abgestimmt wird über den rot-grünen Antrag in der nächsten Bürgerschaftssitzung.

Landstrom für Kreuzfahrtschiffe

Auch die großen Kreuzfahrtschiffe belasten während ihrer Liegezeit in Hamburg die Umwelt durch Abgase und Lärm. Damit sie ihre eigenen Generatoren abstellen können, setzt Hamburg auf die bislang einzige Landstromanlage in Deutschland. Sie hat rund zehn Millionen Euro gekostet und läuft seit April 2017 im Regelbetrieb.

Bislang wird das Terminal in Altona nur von der "AIDAsol" angefahren. Im kommenden Jahr soll die Anlage zudem auch von der "Europa 2" genutzt werden. Ein zweiter Terminal mit einer Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe wird derzeit in der Hafencity gebaut. Es soll 2021 fertig sein.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.05.2018 | 12:00 Uhr

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