Stand: 23.01.2020 13:22 Uhr  - NDR 90,3

Rentnerin brutal ausgeraubt: Drei Männer vor Gericht

Im Prozess um den Angriff auf eine Seniorin in Wandsbek stehen die Angeklagten vor Gericht. © NDR Foto: Elke Spanner
Zu Prozessbeginn verdeckten die Angeklagten ihre Gesichter.

Drei angebliche Paketboten sind seit Donnerstag vor dem Hamburger Landgericht wegen schweren Raubes angeklagt. Die Männer, von denen zwei 21 Jahre und einer 44 Jahre alt sind, sollen eine alte Dame in ihrem Haus in Wandsbek überfallen, misshandelt und ausgeraubt haben.

Die Täter hatten in DHL-Uniform Ende Juni vergangenen Jahres an der Haustür der 78-Jährigen geklingelt. Einer hielt ein Paket in der Hand. Als die alte Dame nichts ahnend öffnete, drangen die Täter unter Vorhalt einer Schreckschusspistole in das Haus ein, zerrten die Seniorin zu Boden und fesselten sie. Anschließend zwangen sie die Frau, in den Keller zu gehen und den Safe zu öffnen.

Drohung mit Messer am Kopf

Nachdem die Seniorin zwei Mal einen falschen Code eingegeben hatte, hielt einer der Täter ihr ein Messer an den Kopf und drohte, ihr ein Ohr abzuschneiden. Die Täter entkamen mit Bargeld und Wertgegenständen im Wert von 146.260 Euro. Allerdings ließen sie ihr Paket im Haus zurück. Die Polizei fand darauf Fingerabdrücke, die zu einem der Räuber führten. Der ist bereits vom Jugendgericht zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

150.000 Euro Beute

Er hatte in seinem Prozess alles gestanden und auch die Namen seiner Mittäter genannt. Die haben ihre Beteiligung zum Prozessauftakt gestanden. Die beiden 21-jährigen Angeklagte haben eingeräumt, die Frau überfallen zu haben. Der 44-Jährige gestand, das Fluchtauto gefahren zu haben. Die Verantwortung für den Plan schieben sich die Angeklagten allerdings gegenseitig zu.

Der Plan der Räuber geht auf den Tipp eines Mannes zurück, der vom Safe im Keller der Seniorin wusste. Wer dieser Tippgeber ist, ist bislang unbekannt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.01.2020 | 13:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

In Hamburg-Winterhude stehen Bootshallen in Flammen.  Foto: Ingmar Schmidt

Mehrere Bootshallen brennen in Winterhude nieder

Die Hamburger Feuerwehr ist am Abend zu einem Großeinsatz im Stadtteil Winterhude gerufen worden. Dort standen mehrere Bootsschuppen in Flammen. Verletzt wurde niemand. mehr

Teilnehmer der "Fridays for Future"-Großdemonstration laufen durch die Hamburger Innenstadt. © picture alliance/dpa Foto: Axel Heimken

Tausende Menschen bei "Fridays for Future" in Hamburg

Drei Protestzüge und massive Staus in der Innenstadt: Tausende Menschen sind mit "Fridays for Future" in Hamburg auf die Straße gegangen. Die Veranstalter sprechen von 16.000 Teilnehmenden. mehr

Ein Virus schwebt vor einer Menschenmenge (Fotomontage) © panthermedia, fotolia Foto: Christian Müller

119 neue Corona-Fälle in Hamburg gemeldet

Es ist der größte Anstieg an Corona-Fällen innerhalb eines Tages seit Mitte April: Seit Donnerstag sind in Hamburg 119 neue Corona-Fälle registriert worden. mehr

Ein umgekippter Kranwagen blockiert die A23 bei Eidelstedt. © TV Elbnews

Autokran auf der A23 umgekippt

Auf der Autobahn 23 ist ein 60 Tonnen schwerer Autokran umgekippt. Die Aufräumarbeiten gestalteten sich schwierig. Die Fahrbahn bei Hamburg-Eidelstedt wurde gesperrt. mehr