Der Ankeklagte sitzt beim Prozess. © NDR / Elke Spanner Foto: Elke Spanner

Prozess um Missbrauch von Notrufnummer der Polizei

Stand: 09.02.2021 16:29 Uhr

Ein 34-Jähriger ist in Hamburg seit Dienstag wegen Notruf-Missbrauchs angeklagt. Er hatte im August vergangenen Jahres ohne Grund einen großen Polizeieinsatz ausgelöst.

Der Angeklagte kündigte damals am Telefon an, er werde seine meine Lebensgefährtin töten. Er drohte, wenn die Beamten kämen sei es schon zu spät. Damit löste er einen Großalarm der Polizei aus. Die Beamten fuhren zu allen bekannten Ex-Freundinnen des Angeklagten, um nachzuschauen, ob sie noch am Leben sind. Stunden nach dem ersten Anruf wurde der Angeklagte verhaftet.

Er hätte nicht gedacht, dass er so einen großen Einsatz auslösen würde, sagte er am Dienstag vor dem Amtsgericht St. Georg. An jenem Augusttag hatte er, wie so oft, schon morgens Alkohol getrunken und sich dann mit seiner Freundin gestritten. In dieser Stimmung wählte er die Notrufnummer 110. Um Frust rauszulassen, sagte er zur Begründung. Der Angeklagte ist vielfach vorbestraft - wegen Gewalttaten, aber auch wegen des Missbrauchs von Notrufen. Nun wird geprüft, ob er in Sicherungsverwahrung kommt. 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.02.2021 | 16:00 Uhr

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