Stand: 27.04.2019 05:44 Uhr

Pegida darf nicht vor Roter Flora demonstrieren

Das Urteil des Verwaltungsgerichts ist eine Niederlage für den Münchner Pegida-Chef Heinz Meyer, der direkt vor der Roten Flora demonstrieren wollte. Das Gericht lehnte ab, da es zu gewalttätigen Gegenprotesten kommen könnte. Es folgt dem Vorschlag der Polizei, die Versammlung stattdessen am U-Bahnhof Schlump abzuhalten.

Pegida-Demo am Schlump erlaubt

Das Ziel des Antragstellers Pegida, mit Passanten ins Gespräch zu kommen, könne auch dort erreicht werden, heißt es zur Begründung. Am Schlump dürfte eine Kundgebung außerdem weniger provozierend wirken, so die Richter.

100 Teilnehmer angemeldet

Gegen die Entscheidung kann Pegida noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Hamburg einlegen. Das ist im Eilverfahren üblicherweise die letzte Instanz. Der Polizei zufolge hat Pegida München eine von Dienstagmittag bis Mittwochabend dauernde Versammlung mit etwa 100 Teilnehmern angemeldet.

Ziviljustizgebäude mit Farbbeuteln und Steinen beworfen

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Justizgebäude mit Farbbeuteln beworfen: Zu dieser Tat kam es unmittelbar nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts.

Kurz nach Bekanntwerden der Gerichtsentscheidung wurden am Abend am Sievekingplatz zwei Autoreifen angezündet und Farbbeutel und Steine gegen das Ziviljustizgebäude geworfen. Danach konnten die Täter laut Polizei unerkannt flüchten. Ob die Tat in Zusammenhang mit dem Urteil steht ist aber noch unklar, zumal das Verwaltungsgericht am Lübeckertordamm in St. Georg sitzt.

Große linke Demo am Mittwoch

Für den 1. Mai stellt sich die Hamburger Polizei vor allem auf die größte linksgerichtete Demo ein, die vom Bahnhof Sternschanze bis zur Hagenbeckstraße ziehen will. Unter dem Motto "Gemeinsam gegen Ausbeutung" wollen rund 1.000 Menschen auf die Straße gehen. Zuvor will die linksautonome Antifa Altona-Ost mit 300 Teilnehmern zur Sternschanze ziehen.

Einen Tag zuvor, am 30. April, sind bislang keine Demos geplant. Doch auch in der Walpurgisnacht sind die Beamten auf Einsätze entsprechend vorbereitet. In den letzten beiden Jahren ist es in Hamburg rund um den 1. Mai verhältnismäßig ruhig geblieben.

NDR Moderator Stephan Heller steht neben dem Bild der Roten Flora © NDR

Darum geht's: Rote Flora

NDR 90,3 -

Die Rote Flora ist das Zentrum von Hamburgs linksautonomer Szene - seit Jahrzehnten. Bei ihrem Bau war daran noch nicht zu denken. Wie wurde sie also zu dem, was sie heute ist?

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NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.04.2019 | 06:00 Uhr

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