Stand: 09.11.2018 06:55 Uhr

Parks und Museen: Geldsegen für Hamburg

Hamburg darf sich über einen Geldsegen aus Berlin freuen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Donnerstag Millionenbeträge für mehrere Projekte in der Hansestadt bewilligt. Maßgeblich an den Entscheidungen mitgewirkt haben die Hamburger Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU).

Finanzsenator Andreas Dressel zu Gast im Studio.

Geldsegen für Hamburg aus Berlin

Hamburg Journal -

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat Millionenbeträge für mehrere Projekte in der Hansestadt bewilligt. Dazu Finanzsenator Andreas Dressel im Interview.

2,4 bei 5 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Öjendorfer Park soll attraktiver werden

In die Grünanlagen im Hamburger Osten sollen bis 2022 insgesamt 30 Millionen Euro investiert werden. Der Haushaltsausschuss habe dafür 15 Millionen Euro bewilligt, teilte der Bezirk Hamburg-Mitte mit. Weitere 15 Millionen Euro werde Hamburg dazuzahlen. Allein 15 Millionen Euro sollen in den Öjendorfer Park fließen. Geplant seien ein Badestrand, Cafés und vielfältige Freizeitangebote, damit dies "der Stadtpark des Hamburger Ostens" werde, sagte Kahrs, der zugleich haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion ist.

Ferner sollen ausgewählte Grünanlagen im Hamburger Osten auch ökologisch ertüchtigt werden. So werde die Wasserqualität verbessert und die Artenvielfalt gesichert. Vor allem Menschen in Billstedt und Jenfeld würden von den Investitionen profitieren, ergänzte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD).

Auch andere Parks im Hamburger Osten sollen profitieren

Der Leiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte, Falko Droßmannn (SPD) sagte, auch andere Grünflächen sollten von den Fördermitteln profitieren: "Es geht auch darum, die Parks im Hamburger Osten grundsätzlich mal anzuschauen, den Hammer Park, Blohmspark, den Horner Park - also diese kleinen Stadtteil-Parks vor Ort". Je nach Bedarf sollen dann auch dort zum Beispiel Wege erneuert und Spielplätze modernisiert werden. Das Geld solle helfen, die Grünanlagen attraktiver und vielfältiger zu gestalten.

Viel Geld für Umbau des Altonaer Museums

Bild vergrößern
Für die Modernisierung des Altonaer Museums kommen 19,5 Millionen Euro vom Bund.

Auch viele Kultureinrichtungen bekommen eine finanzielle Förderung aus Berlin. Das Altonaer Museum soll in den kommenden Jahren für 39 Millionen Euro umgebaut werden. Der Haushaltsausschuss bewilligte eine finanzielle Unterstützung von 19,5 Millionen Euro dafür - die andere Hälfte kommt wie bei den anderen Projekten auch von der Stadt. Die Modernisierung umfasst neben Umbauten des Hauses auch die Neuausrichtung der ständigen Ausstellung. Ein Gebäudeflügel, der nach einem Kriegsschaden in den 1950er-Jahren neu erbaut wurde, muss saniert werden. Auch wird die Barrierefreiheit verbessert. Für die Kunsthalle wurden in Berlin 10,7 Millionen Euro eingeplant, für eine Modernisierung in den Bereichen Kupferstichkabinett, Bibliothek und historisches Archiv sowie eine Sanierung des Sammlungsbereichs der zeitgenössischen Kunst.

95 Millionen für Gründerzentrum am DESY

Gute Nachrichten auch für die Forschung in Hamburg: Ein geplantes Technologie- und Gründerzentrum in Nachbarschaft zum DESY-Forschungscampus in Bahrenfeld kann jetzt gebaut werden. Der Haushaltsausschuss billigte die Investition von 95 Millionen Euro für den Bau des Gebäudes mit Büros und Laboren. Wissenschaftler am DESY und anderen Instituten sollen die Möglichkeit bekommen, Start-ups zu gründen, mit denen sie ihre Forschungsergebnisse im Bereich der Bio- und Nanotechnologie oder der neuen Werkstoffe zur Marktreife weiterentwickeln.

Zehn Millionen Euro für die Alsterschwimmhalle

Der Etat der Privattheatertage 2019 wird um 1,5 Millionen Euro aufgestockt. Im Rahmen eines Denkmalsonderschutzprogramms werden außerdem das Hamburger CVJM-Haus, der Dampfeisbrecher "Stettin", das Harburger Schlossgewölbe, die Kirche St. Pauli sowie die Dreieinigkeitskirche in St. Georg mit insgesamt 1,45 Millionen Euro gefördert. Für die Grundsanierung der denkmalgeschützten Alsterschwimmhalle überweist der Bund zehn Millionen Euro.

Die Evangelische Stiftung Alsterdorf erhält 7,5 Millionen Euro, um das Areal am Alsterdorfer Markt zu modernisieren. Sieben historische, derzeit baufällige Gebäude werden denkmalgerecht saniert und sollen eine "Straße der Inklusion" ergeben. Dort entsteht ein Gedenkort, der Besucher auch an den Massenmord von Behinderten in der NS-Zeit erinnert. Außerdem wird der Kirchplatz verschönert. Auch das Kraftwerk Bille kann mit 2,35 Millionen Euro rechnen. Es soll mit Kunst und Kultur zum Vorzeigeprojekt im Hamburger Osten werden.

Weitere Informationen

So soll die neue Alsterschwimmhalle aussehen

Hamburgs größtes und bekanntestes Hallenbad wird umfassend umgebaut: Ab 2020 wird die Alsterschwimmhalle für vier Jahre geschlossen, um danach mit mehr Wasserfläche neu zu eröffnen. (14.06.2018) mehr

100 Millionen Euro für DESY

Der DESY-Campus soll ausgebaut werden, unter anderem mit einem neuen Besucherzentrum. Mehr als 100 Millionen Euro wollen der Bund und Hamburg für das Forschungsinstitut ausgeben. (22.08.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.11.2018 | 06:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:11
Hamburg Journal

Was bringt das Diesel-Fahrverbot in Hamburg?

20.11.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal
02:30
Hamburg Journal

Eimsbüttel hat die glücklichsten Kinder

20.11.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal
02:30
Hamburg Journal

Neue Einblicke in das Leben von Albert Ballin

20.11.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal