Stand: 14.02.2018 13:50 Uhr

Öffentlicher Dienst: Ver.di macht Druck

Tausende Beschäftigte des öffentlichen Dienstes des Bundes und städtischer Betriebe in Hamburg wollen die Tarifforderungen ihrer Gewerkschaften notfalls mit Demonstrationen und Warnstreiks durchsetzen. "Wir sind vorbereitet. Wir können mit Warnschüssen deutlich machen: Wir können auch mehr", kündigte die Tarifkoordinatorin von ver.di Hamburg, Sieglinde Frieß, am Mittwoch an. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Lohn in der am 26. Februar in Potsdam startenden Tarifrunde. Mindestens solle es 200 Euro pro Monat mehr geben, für Azubis 100 Euro mehr - bei einer Tariflaufzeit von 12 Monaten. "Um diese Runden herum wird es Bemerkbares in ganz Hamburg geben", ergänzte ver.di-Landeschef Berthold Bose. Das sei zum Beispiel bei der Müllabfuhr denkbar.

Einige Personen in Arbeitskleidung sammeln den Müll auf der Straße auf.

Öffentlicher Dienst: Ver.di fordert mehr Lohn

Hamburg Journal -

Für die rund 25.000 Beschäftigten im Öffentlichen Dienst in Hamburg will die Gewerkschaft Ver.di sechs Prozent mehr Lohn durchsetzen, mindestens jedoch 200 Euro zusätzlich im Monat.

4,33 bei 9 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

In Hamburg sind rund 25.000 Beschäftigte von der Tarifentwicklung betroffen. Sie arbeiten unter anderem bei den "Elbkinder"-Kitas, bei der Stadtreinigung, der Hafenaufsicht, bei Bücherhallen und am Theater sowie beim Zoll und am Flughafen. Angesichts von Personalknappheit arbeiteten viele Beschäftigten hart an der Grenze des Zumutbaren, sagte Frieß.

Arbeitgeber halten Forderungen für zu hoch

Tarifparteien sind ver.di und der Beamtenbund dbb auf der einen Seite, die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und der scheidende Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auf der anderen. Er hält die Gewerkschaftsforderungen für deutlich zu hoch, der VKA hatte auf die ohnehin schon hohe Verschuldung von Kommunen hingewiesen. Dem halten die Gewerkschaften die Steuermehreinnahmen in Milliardenhöhe entgegen. Die Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst verglichen mit der Wirtschaft dürfe nicht weiter auseinanderdriften, mahnte der ver.di-Landeschef. Um Fachkräfte zu finden, müssten die Gehälter vor allem in einer Metropole mit hohen Mieten angemessen sein.

Für die Beschäftigen der Hamburger Behörden und der Bezirksämter stehen Tarifverhandlungen erst im kommenden Jahr an.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.02.2018 | 14:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:00
Hamburg Journal

Obdachlose meiden das Winternotprogramm

25.02.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal
01:34
Hamburg Journal

Schulschließungen: Katholische Kirche lenkt ein

25.02.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal
02:04
Hamburg Journal

St. Pauli: Demo gegen Billig-Alkohol

25.02.2018 19:30 Uhr
Hamburg Journal