Möwen an der Ostsee. © NDR Foto: Rene Dobbertin - Ribnitz - Damgarten

Nord- und Ostsee waren 2020 zu warm

Stand: 21.01.2021 15:27 Uhr

Das Wasser in Nord- und Ostsee ist im vergangenen Jahr deutlich zu warm gewesen. Für die Ostsee war 2020 sogar das wärmste Jahr überhaupt - zu diesem Ergebnis kommt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) in Hamburg.

1,7 Grad zu warm war die Ostsee im Jahresschnitt - das bedeutet einen Rekord seit Beginn der flächendeckenden Temperaturmessung vor 30 Jahren, wie das BSH am Donnerstag mitteilte. In der Nordsee wurde das zweitwärmste Jahr verzeichnet, dort lagen die Temperaturen im Schnitt 0,6 Grad über dem langjährigen Mittelwert. "Das sind keine guten Nachrichten", so BSH-Präsidentin Karin Karin Kammann-Klippstein.

Schon im vorgegangenen Winter 2019/20 war die Ostsee so warm, dass sich deutlich weniger Eis als sonst bilden konnte. Dazu kam das extrem warme und trockene Frühjahr, die Wassertemperaturen kletterten auf neue Rekordwerte.

Bundesamt überprüft Umweltauflagen der Schifffahrt

Fortschritte macht das Hamburger Bundesamt dabei, die Einhaltung von Umweltauflagen für die Schifffahrt zu überwachen. Beispielsweise bei der Frage, ob in Küstennähe immer schadstoffarmer Treibstoff verwendet wird. Das BSH misst das nicht nur an festen Stationen wie etwa in Wedel, sondern hat auch mobile Messgeräte entwickelt. Aktuell halten sich rund 99 Prozent aller Schiffe an die Vorgaben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.01.2021 | 15:00 Uhr

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