Stand: 10.10.2019 19:46 Uhr

Neues Hilfsprojekt für schwerstkranke Kinder

Schwerstkranke Kinder sollen in Hamburg bald bessere Hilfe bekommen. Unter dem Titel "Ülenkinder" haben zwei Kinderkrankenschwestern ein neues Projekt dazu ins Leben gerufen. Es holt betroffene Eltern an Bord und schult sie - vor allem mit dem Ziel, in Krisensituationen mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Start ist in Mai im Israelitischen Krankenhaus.

Eltern für Krisensituationen schulen

Eine der Initiatorinnen des Projekts, Eva Maria Ciolek, gibt als Ziel aus, das Leben der Eltern zu erleichtern. Für Mütter und Väter gehöre es etwa zum Alltag, dass ihr Kind einen Krampfanfall habe oder aufhöre zu atmen. Häufig sei dann Panik die Folge. Deshalb müssten Eltern und Familien mit schwerstkranken Kindern besser geschult werden. Sie könnten lernen, mit Krisensituationen souveräner umzugehen. Nach wie vor fehle es an professionellem Pflegepersonal, das rund um die Uhr bei dem Kind sein kann, so Ciolek.

Bislang nur AOK mit an Bord

Auf dem Gelände des Israelitischen Krankenhauses in Alsterdorf hat das Projekt Räumlichkeiten gefunden. Ab Mai sollen dort Eltern geschult werden. Ein Problem für das Projekt ist allerdings, dass sich bislang nur die AOK beteiligt - deshalb müssen zumindest die Kinder in dieser Kasse versichert sein. Unterstützt wird "Ühlenkinder" von Hamburgs Zweiter Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne). Sie hat die Schirmherrschaft übernommen.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 10.10.2019 | 19:30 Uhr

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