Messerstiche nach Streit um Maske: Prozess gestartet

Stand: 04.11.2021 13:17 Uhr

Er soll nach einem Streit um eine Corona-Schutzmaske im Hamburger Stadtteil Horn auf einen Mann eingestochen haben: Am Donnerstag hat der Prozess gegen einen 27-Jährigen vor dem Hamburger Landgericht begonnen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor. Das Opfer, ein heute 52-jähriger Mann, schilderte am Donnerstag, wie sich die Tat aus seiner Sicht abgespielt hatte. Demnach stieg er an dem Tag im Mai, als wegen der Corona-Pandemie eine nächtliche Ausgangssperre galt, in seinen Lieferwagen, als der Angeklagte zu ihm kam und ihn ansprach.

Der 52-Jährige habe den 27-Jährigen aufgefordert, eine Corona-Schutzmaske aufzusetzen und Abstand zu halten. Da habe ihm der Angeklagte erst die Autotür gegen das Bein geschlagen. Bei dem folgenden Gerangel habe der 27-Jährige ein Messer gezogen.

Opfer in psychologischer Betreuung

Er habe versucht wegzukommen und sei in Richtung seiner Wohnung gelaufen. Der 27-Jährige sei aber hinterher gekommen und habe ihm mehrfach in den Rücken gestochen. Er sei seitdem in psychologischer Betreuung.

Der Angeklagte sagte aus, er sei am Tattag betrunken gewesen und könne sich an nichts erinnern. Der Prozess wird fortgesetzt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.11.2021 | 13:00 Uhr

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