Stand: 24.06.2019 09:13 Uhr  - NDR 90,3

Mangelernährter Säugling - Opposition fordert Aufklärung

Der Tod eines Säuglings in Hamburg sorgt für Diskussionen in der Bürgerschaft. Das Baby starb vor anderthalb Jahren. Die 32 und 34 Jahre alten Eltern aus Hamburg-Schnelsen sollen ihr Baby laut Anklage der Staatsanwaltschaft wochenlang zu wenig gefüttert haben. Und das, obwohl das Jugendamt mit der Familie Kontakt hatte. Der mangelernährte Säugling starb an Kreislaufversagen. Öffentlich bekannt geworden ist der Fall erst jetzt.

Opposition kritisiert Sozialbehörde

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Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD): Die Opposition fordert Aufklärung, doch die Sozialbehörde will die Vorwürfe nicht kommentieren.

Die Opposition in der Hamburger Bürgerschaft kritisiert nun die Sozialbehörde. Sie habe den zuständigen Familienausschuss über den Fall nicht informiert, sagt Philipp Heißner (CDU). Dabei sei der Säugling schon vor anderthalb Jahren gestorben. Damals traf sich in der Bürgerschaft regelmäßig ein Kinderschutz-Ausschuss. Gerade dort sei Raum für die Information der Abgeordneten gewesen, sagt Daniel Oetzel (FDP).

Sozialbehörde hält sich bedeckt

Sabine Boeddinghaus von den Linken erwartet, dass die Sozialbehörde die notwendigen Informationen nun schnell weitergebe. Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) werde den Abgeordneten ihr Schweigen erklären müssen, so Boeddinghaus. Gleichzeitig warnt Boeddinghaus vor Schuldzuweisungen, ohne die Hintergründe der Tat zu kennen. Die Sozialbehörde wollte die Vorwürfe nicht kommentieren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.06.2019 | 09:00 Uhr

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