Stand: 10.01.2020 20:52 Uhr

Maersk zieht Liniendienst aus Hamburg ab

Das Containerschiff Munich Maersk liegt im Hamburger Hafen. © picture alliance / dpa Foto: Christian Charisius
Ein Liniendienst der Reederei Maersk steuert demnächst Bremerhaven statt Hamburg an.

Der Hamburger Hafen muss nach einer Entscheidung der dänischen Reederei Maersk mit dem Verlust von Container-Umschlag rechnen. Die Reederei verlegt ab Ende Januar einen Liniendienst, der Waren von Indien und dem Mittleren Osten nach Europa und zurück transportiert. Statt Hamburg steuern die Schiffe demnächst Bremerhaven an. Wie groß der Verlust und damit die Auswirkungen auf den Hamburger Hafen genau sind, ist laut Terminal-Betreiber Eurogate noch offen. Im vergangenen Jahr wurden rund 150.000 Standardcontainer auf dieser Route in Hamburg umgeschlagen.

Ein Teil davon bleibt wohl aber auf jeden Fall. Laut einer Mitteilung von Maersk werden die Container, die für Hamburg bestimmt sind oder von dort verschifft werden sollen, einfach auf einer anderen Route der Reederei transportiert. Die Verlegung nach Bremerhaven betrifft also Waren, die dann noch weiter ins Hinterland müssen.

Damit ist Maersk nur noch mit fünf Diensten in Hamburg vertreten. Die Anpassung auf der Route führe zu einer verbesserten Reisezeit zwischen dem Mittleren Osten und Rotterdam, so die offizielle Begründung von Maersk. In der Hafenwirtschaft gibt es Vermutungen, dass auch der schleppende Fortgang bei der Elbvertiefung zur Entscheidung von Maersk beigetragen haben könnte.

Weitere Informationen
Container liegen zur Abfertigung am Containerterminal im Hamburger Hafen. © picture alliance/ dpa Foto: Axel Heimken

Hamburger Hafen wächst deutlich

Der Hamburger Hafen ist auf Wachstumskurs. In den ersten neun Monaten dieses Jahres ist der Gesamtumschlag um 3,2 Prozent gestiegen, der wichtige Containerumschlag sogar um 6,9 Prozent. (20.11.2019) mehr

Schriftzug "Hamburg Süd" auf dem Gebäude der Konzernzentrale der Reederei Hamburg Süd © picture alliance / Bildagentur-online Foto: Bildagentur-online/Joko

Reederei Hamburg Süd streicht rund 100 Jobs

Rund 100 Stellen sollen bei der Reederei Hamburg Süd wegfallen. Das sind mehr als zehn Prozent der Jobs in der Hamburger Zentrale. Grund sind offenbar Sparvorgaben des Mutterkonzerns Maersk. (20.11.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.01.2020 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Passanten tragen an den Landungsbrücken Masken. Im Hintergrund ist die Elbphilharmonie zu sehen. © picture alliance/Georg Wendt/dpa

Hamburg überschreitet Corona-Warnwert

93 Corona-Neuinfektionen am Montag. Damit liegt Hamburg bei der Inzidenz über dem kritischen Wert von 50. mehr

Schüler einer 13.Klasse der Oberstufe der Stadtteilschule Niendorf sitzen mit Mund-Nasen-Bedeckungen im Deutsch-Unterricht. © picture alliance/dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Corona: Ab heute Maskenpflicht teils auch im Unterricht

An Hamburgs Schulen muss alle 20 Minuten stoßgelüftet werden. Eltern müssen bestätigen, dass ihre Kinder nicht in Risikogebieten waren. mehr

Zwei junge Reisende mit ihren Koffern am Hamburger Flughafen. © imago images/Nikita Foto: imago images/Nikita

Hostelkette klagt gegen Beherbergungsverbot in Hamburg

Widerstand gegen eine Corona-Maßnahme: Die a&o-Kette zieht gegen das Beherbergungsverbot vor das Oberverwaltungsgericht. mehr

Eine Visualisierung zeigt den Plan für die U4-Haltestelle Dannerallee. © Hochbahn AG Foto: netzwerkarchitekten

U4-Förderung: Wichtige Hürde genommen

Die Verlängerung der U-Bahnlinie 4 kommt voran. Hamburg hat den Antrag auf Fördergelder vom Bund gestellt. mehr