Stand: 01.05.2019 22:07 Uhr

Linke Mai-Demos in Hamburg enden friedlich

Mehrere Tausend Menschen sind in Hamburg dem Aufruf linksextremer Gruppen gefolgt und am 1. Mai auf die Straße gegangen. Am Abend zogen rund 2.500 Teilnehmer der "Revolutionäre 1. Mai"-Demo begleitet von einem Großaufgebot der Polizei vom Bahnhof Sternschanze zur Lenz-Siedlung in Eimsbüttel. Es kam zu kleineren Pyrotechnik-Einsätzen, ansonsten blieb es friedlich. "Ein wirklich sehr ruhiger Verlauf, damit sind wir sehr zufrieden", bilanzierte Polizeisprecher Timo Zill. Zu der Kundgebung unter dem Motto "Gemeinsam gegen Ausbeutung in die revolutionäre Offensive" hatte der vom Verfassungsschutz als gewaltorientiert eingestufte Rote Aufbau Hamburg aufgerufen.

Friedlicher Zug von Ottensen in die Schanze

Polizisten stehen im Stadtteil Altona während der Demonstration der Antifa Altona-Ost unter dem Motto "Rotes Altona - auf zu neuen Kämpfen!" zum 1. Mai vor einem Wasserwerfer. © picture alliance/dpa Foto: Daniel Bockwoldt
Ein Großaufgebot der Hamburger Polizei begleitete rund 2.000 Demonstranten, die von Ottensen ins Schanzenviertel zogen.

Bei einer früheren Demonstration der "Antifa Altona Ost" waren am Nachmittag nach Polizeiangaben 2.000 Menschen von Ottensen aus ins Schanzenviertel gezogen - ebenfalls begleitet von vielen Polizisten. "Wir haben ein Großaufgebot in den Einsatz gebracht, 1.700 Kräfte insgesamt", sagte der Polizeisprecher. "Darunter waren 350 Auswärtige aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und von der Bundespolizei." Auch Pferdestaffel und Diensthunde waren beteiligt. Wasserwerfer standen bereit, die Stimmung blieb aber entspannt und friedlich.

Allerdings gab es gegen 16 Uhr einen Unfall mit drei leichtverletzten Personen auf der Stresemannstraße. Ein Einsatzfahrzeug der Polizei, das sich auf dem Weg zur Demonstration befand, krachte mit einem Kleinwagen zusammen. Die beiden Polizisten sowie die Fahrerin des Fiats wurden dabei leicht verletzt.

Bengalos in Harburg

Bei einer Kundgebung in Harburg hatte es am Nachmittag Zwischenfälle gegeben. Dort hatten etwa 400 Menschen an der "Antiautoritären 1.-Mai-Demonstration" teilgenommen. Unter dem Motto "Mach das mal anders" zogen die Teilnehmer durch die Straßen. Einige von ihnen vermummten sich, zündeten Bengalos und Silvesterraketen. Einige dieser Geschosse trafen das Cinemaxx-Kino - es ging Glas zu Bruch und ein Werbebanner fing Feuer.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 01.05.2019 | 19:30 Uhr

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