Stand: 28.05.2020 08:54 Uhr

Kühne will mehr Macht bei Hapag-Lloyd

Die Hapag-Lloyd-Zentrale am Ballindamm in Hamburg. © picture alliance/chromorange Foto: Christian Ohde
Bei Hapag-Lloyd steht die Hauptversammlung der Aktionäre an.

Der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne strebt mehr Einfluss bei der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd an. Die von Kühne kontrollierte Kühne-Holding ist derzeit größter Anteilseigner bei Hapag-Lloyd und hält mehr als 30 Prozent der Aktien. Das allein reicht dem 82-Jährigen aber offenbar nicht - er will bei wichtigen Entscheidungen mit am Tisch sitzen. Deshalb fordert er einen zweiten Sitz für die Kühne-Holding im Aufsichtsrat. Damit werde auch eine Art Gleichgewicht mit Anteilseignern aus Chile und aus dem arabischen Raum hergestellt, heißt es in einem Statement von Kühnes Firma.

In der kommenden Woche findet die jährliche Hauptversammlung der Aktionäre von Hapag-Lloyd statt. Kühnes Antrag, in den Aufsichtsrat aufgenommen zu werden, sei aber nicht frist- und formgerecht eingegangen, heißt es aus der Unternehmenszentrale am Ballindamm. Deshalb dürfte voraussichtlich auch nicht über Kühnes Griff nach mehr Kontrolle abgestimmt werden. 

Seit Monaten haben sich der Logistikunternehmer und der zweite große Anteilseigner, die chilenische CSAV-Gruppe, bereits einen Bieterwettstreit um die Hoheit bei Hapag-Lloyd geliefert. Der Aktienkurs hat sich zwischenzeitlich mehr als vervierfacht, verliert aber seit einigen Tagen wieder massiv.

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NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.05.2020 | 08:00 Uhr

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