Stand: 07.08.2019 11:18 Uhr

Kritik an der Hamburger Schulpolitik

Mehr Schüler, mehr Lehrer, mehr Digitalisierung und mehr neue Schulen: Das jetzt beginnende Schuljahr in Hamburg strotzt vor Superlativen. Die Opposition kritisiert jedoch, dass die Stadt der Entwicklung hinterherhinke. Zwar sind bereits 850 Lehrer für das neue Schuljahr eingestellt worden. Nach Ansicht von CDU und FDP sind das aber noch immer zu wenige. Sowieso würden noch immer Lehrerstellen fehlen, sagt auch Sabine Boeddinghaus (Linke). Man habe sehr viele Lehraufträge und befristete Stellen, außerdem gebe es häufige Unterrichtsausfälle.

Rabe: Ausfällen haben nicht zugenommen

Schulsenator Ties Rabe (SPD) weist die Kritik zurück. Er meint, es gebe genügend Lehrer. Natürlich gebe es an allen Schulen auch mal Krankheitsfälle, zugenommen hätten die Ausfälle aber nicht. Aber, so sagt er weiter, man müsse daran arbeiten, dass es weniger werden.

Kritik von Elternverbänden

Weiterer Kritikpunkt der Opposition: Der Schulausbau. Auch viele Elternverbände stünden den aktuellen Plänen sehr skeptisch gegenüber, sagte Sabine Boeddinghaus: "Ich erwarte von Rabe, dass er diese Stellungnahmen öffentlich macht und einen Beteiligungsprozess initiiert." Sonst werde es keinen Frieden geben.

Schulsenator Rabe gibt sich kompromissbereit. Er wolle den Weg gehen, der mit allen am besten verhandelbar ist." Angesichts weiter steigender Schülerzahlen würde aber mehr Platz gebraucht, auch wenn nicht alle mit wachsenden oder neuen Schulen einverstanden seien.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.08.2019 | 08:00 Uhr

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