Stand: 24.08.2018 06:18 Uhr

Kerstan: Fernwärme wird nicht zu teuer

Der Deal wird zur Chefsache: In die Verhandlungen um den Rückkauf der Fernwärmenetze hat sich inzwischen Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) eingeschaltet. Das sagte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) im Sommerinterview bei NDR 90,3.

"Keine großen Preissteigerungen"

Bei einem Kaufpreis von 950 Millionen Euro müsse der Bürgermeister Verantwortung übernehmen, sagte Kerstan. Besorgte Endverbraucher will der Senator beruhigen: "Wir sind relativ sicher, dass wir keine großen Preissteigerungen bekommen werden. Wir werden ja einen Brennstoffwechsel vornehmen: Weg von Kohle, hin zu erneuerbaren Energien und industrieller Abwärme. Dann hat jeder Kunde ein Kündigungsrecht. Wenn man jetzt also exorbitant hohe Preiserhöhungen fordern würde, was wir nicht wollen, dann hätte jeder Kunde ein Kündigungsrecht. Also insofern muss man sich jetzt keine Sorgen machen, dass wir dort zu viel verlangen werden."

Die Stadt ist durch einen Volksentscheid dazu verpflichtet, das Fernwärmenetz zurückzukaufen. Der Preis ist umstritten, da der ermittelte aktuelle Wert rund 300 Millionen Euro unter dem bereits vereinbarten Kaufpreis liegt.

Elbvertiefung: Hafengeld für ökologische Projekte

Zum Thema Elbvertiefung sagte Kerstan: "Worum es hier jetzt ja geht, ist, dass bei der Elbvertiefung die Wirtschaft Vorrang hat. Aber die finanziellen Mittel für die Stiftung Lebensraum Elbe, die zum Teil aus dem Hafengeld gespeist wird, vor allem auch der großen Schiffe, werden in Zukunft auch die ökologische Situation an anderen Stellen verbessern. Insofern ist das ein vernünftiges Konzept, dass da, wo die Umwelt zurückstehen musste - was bei der Elbvertiefung eindeutig der Fall ist - man dann an anderer Stelle zusätzliche Maßnahmen für die Umwelt vereinbart."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.08.2018 | 08:00 Uhr

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