Stand: 15.05.2020 08:53 Uhr  - NDR 90,3

Hapag-Lloyd hofft auf Erholung nach Corona

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Hapag-Lloyd hofft darauf, dass sich die Wirtschaft im zweiten Halbjahr wieder erholt.

Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd hofft trotz der Coronavirus-Pandemie auf eine Erholung der Wirtschaft im zweiten Halbjahr. Das Management will die Kosten des Unternehmens um einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag drücken, um in diesem Jahr wie geplant einen Betriebsgewinn von einer halben bis einer Milliarde Euro zu erzielen.

Vorstand rechnet mit deutlichen Corona-Auswirkungen

Voraussetzung sei, dass der Höhepunkt der Pandemie im zweiten Quartal erreicht wird und es mit der Weltwirtschaft danach wieder aufwärts geht, teilte Hapag-Lloyd am Freitag in Hamburg mit. Das obere Ende der Prognose sei nur erreichbar, wenn sich die Nachfrage nach Containertransporten schneller erhole als in Marktstudien erwartet. "Auch wenn wir noch etwas Rückenwind zu Beginn des Jahres mitnehmen konnten, so rechnen wir doch für das Jahr 2020 und ab dem zweiten Quartal mit sehr deutlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie", sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen. Der Konzern verfüge aber über ausreichend Liquidität, um die Krise zu überstehen.

Erstes Quartal: Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Im ersten Quartal steigerte Hapag-Lloyd den Umsatz im Jahresvergleich um sechs Prozent auf gut 3,3 Milliarden Euro. "Trotz der Coronavirus-Pandemie sind wir gut in das Jahr gestartet", sagte Habben Jansen. "Durch höhere Transportmengen und bessere Frachtraten haben wir unsere Umsätze gesteigert." Der Gewinn vor Zinsen und Steuern sank jedoch um ein Viertel auf 160 Millionen Euro. Unter dem Strich brach der Überschuss sogar um rund drei Viertel auf 25 Millionen Euro ein. Das Management erklärte die Rückgänge vor allem mit den höheren Kosten für schwefelärmeren Treibstoff und der Abwertung der Treibstoffreserven durch den Ölpreisverfall im Zuge der Corona-Krise.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.05.2020 | 10:00 Uhr

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