Stand: 14.11.2019 14:16 Uhr

Hapag-Lloyd: Gute Zahlen - Kühne stockt auf

Die Hamburger Traditionreederei Hapag-Lloyd hat seit Jahresbeginn ihren Gewinn überraschend stark gesteigert: Er dürfte vor Zinsen und Steuern den oberen Bereich der Zielspanne von 500 bis 900 Millionen Euro erreichen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Analysten rechnen bisher im Schnitt mit 737 Millionen Euro. Gleichzeitig sorgen Aktienkäufe des Logistikunternehmers Klaus-Michael Kühne für Spekulationen: Kühne hält inzwischen mehr als 29 Prozent der Anteile.

Im dritten Quartal steigerte Hapag-Lloyd den Gewinn trotz grassierender Handelskonflikte und einer stagnierenden Transportmenge deutlich. Dazu trugen höhere Preise für den Transport von Frachtcontainern bei.

Großaktionär Kühne stockt Anteile auf

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Großaktionär Kühne hat zuletzt weitere Anteile dazugekauft und hält nun fast 30 Prozent an Hapag-Lloyd.

Auf rund 70 Euro ist derweil der Kurs der Aktie von Hapag-Lloyd in den vergangenen Monaten gesprungen. Der Wert hat sich damit innerhalb eines halben Jahres etwa verdoppelt. Dahinter steckt ein Wettrennen zwischen Klaus-Michael Kühne und der chilenischen CSAV-Gruppe um die Vorherrschaft bei dem Traditionsunternehmens am Ballindamm. Beide haben in letzter Zeit stark dazu gekauft. Kühne hält inzwischen 29,2 Prozent der Anteile, CSAV 27,8 Prozent. Ein Übernahmeangebot an die übrigen Aktionäre will Kühne einem Bericht des "Hamburger Abendblatts" (Donnerstagsausgabe) zufolge aber nicht abgeben. Von dem Höhenflug der Aktie profitiert auch die Stadt Hamburg. Ihre ihre Anteile an Hapag-Lloyd sind inzwischen weit mehr wert als beim Einstieg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.11.2019 | 10:00 Uhr

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