Hamburgs S-Bahn baut digitales Info-Angebot aus

Stand: 29.09.2021 11:57 Uhr

Die Hamburger S-Bahn verbessert den Service für Fahrgäste: Abfahrtzeiten, Verspätungen und Störungen werden künftig schon vor den Bahnhöfen oder auf dem Smartphone angezeigt.

S-Bahn-Chef Kay Uwe Arnecke verspricht "eine neue digitale Informationswelt". Dafür habe man sich ins Zeug gelegt. "Wir haben die Fahrgäste befragt, da kam heraus, dass es ganz wichtig ist, dass man schon beim Eintritt in den Bahnhof sieht, wann die Züge fahren." Auch der Weg zum Fahrstuhl und die nächsten Bus-Anschlüsse werden angezeigt.

Störungskarte auf Monitoren

In Hamburg wird ein neue Informationssystem für Fahrgäste der S-Bahn vorgestellt. © NDR Foto: Reinhard Postelt
Störungskarten sollen Streckenalternativen anzeigen.

Bald zeigen große Flach-Bildschirme auch Störungskarten mit Umleitungsempfehlungen. "Wenn zum Beispiel eine Störung zwischen Berliner Tor und Barmbek auftritt, dann verweist eine Streckennetz-Karte auf die U-Bahn, die alternativ genutzt werden kann."

15 Millionen Euro werden investiert

Für Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) ist das ein großer Sprung nach vorn. Der öffentliche Nahverkehr sei das Rückgrat der Mobilitätswende, sagte er. "Wir wollen Hamburg zur digitalen Modellstadt machen, in der die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel noch einfacher, attraktiver und planbarer wird." Das digitale Infosystem der S-Bahn kostet 15 Millionen Euro und wird schrittweise eingeführt.

Das Unternehmen stellte auch den "Ideenzug-S-Bahn Hamburg" vor. Größere Displays sollen künftig für eine bessere Übersicht sorgen, neue Viererabteile sollen mehr Raum zu Stoßzeiten bieten. Der innovative Ideenzug soll beim ITS-Kongress für intelligente Mobilität der Zukunft getestet werden. Der Kongress findet vom 11. bis 15. Oktober 2021 in Hamburg statt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.05.2021 | 13:00 Uhr

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