Stand: 04.02.2019 17:39 Uhr

Jobvergabe: Hamburgs CDU wirft Grünen Filz vor

Die Hamburger CDU hat den Grünen vor, bei einer Stellenbesetzung eigene Parteimitglieder zu bevorzugen. Konkret geht es um die Leitung des bei der Umweltbehörde angesiedelten neu geschaffenen Energie- und Klimaamtes. Die soll der bisherige Flüchtlingskoordinator Anselm Sprandel ab dem 1. März übernehmen.

CDU-Abgeordneter sieht "Filz in seiner reinsten Form"

74 externe Bewerber gab es auf die Stelle des Amtsleiters - das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage der CDU hervor, die NDR 90,3 vorliegt. Dass mit dem Grünen-Mitglied Anselm Sprandel just der einzige interne Bewerber den Job bekommen habe, hält der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Stephan Gamm für "Filz in seiner reinsten Form". Gamm befürchtet zudem, dass Sprandel seiner Aufgabe nicht gewachsen sein könnte.

Das seit Januar bestehende Energie- und Klimaamt soll unter anderem den Fernwärme-Netzrückkauf steuern. Um das komplexeste Energieprojekt Hamburgs umzusetzen, brauche es daher energiewirtschaftlichen Sachverstand, den habe Anselm Sprandel nicht, sagte Gamm. Er fordert eine Neubesetzung der Stelle.

Umweltbehörde weist Kritik zurück

Die Behörde von Umweltsenator Jens Kerstan (Grün) sieht das anders und weist die Kritik zurück. Sprandel sei ein anerkannter Spitzenbeamter, der mit seiner Erfahrung hervorragend geeignet und eine exzellente Wahl sei, sagte ein Behördensprecher.

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Flüchtlingskoordinator wechselt zur Umweltbehörde

Hamburgs Flüchtlingskoordinator Sprandel wechselt im März 2019 in die Umweltbehörde. Er soll das neue Amt für Energie leiten. Die Koordinierungsstelle wird verkleinert. (24.12.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.02.2019 | 17:00 Uhr

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