Stand: 05.11.2019 21:07 Uhr  - Hamburg Journal

Hamburger Tafel feiert 25. Geburtstag

Die Hamburger Tafel feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Zum Jubiläumsfest am Dienstagabend im Ernst-Deutsch-Theater kam unter anderem Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). "Die Hamburger Tafel ist nicht nur eine gute Idee, sondern auch eine logistische Meisterleistung", sagte Tschentscher. Mit nur wenigen Festangestellten, aber sehr vielen ehrenamtlichen Helfen schaffe es die Tafel jede Woche, 600 Fahrten durch die Stadt zu organisieren, um Lebensmittel an die Ausgabestellen auszuliefern. Der Bürgermeister betonte, dass die Tafel staatliche Leistungen nicht ersetze, sondern ergänze. Neben Vertretern aus Politik und Gesellschaft waren bei der Festveranstaltung auch viele Ehrenamtliche dabei.

20.000 Menschen werden versorgt

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Mehr als 100 Helfer verteilen für die Hamburger Tafel Lebensmittel an Bedürftige.

Die Hamburger Tafel ist zu einem sozialen Logistikunternehmen herangewachsen, das mehr als 20.000 Menschen versorgt. Sie sammelt überschüssige Lebensmittel im Handel und bei Herstellern ein und verteilt sie an 27 Lebensmittelausgabestellen in und um Hamburg. Gegründet wurde die Tafel am 7. November 1994 von der 2016 verstorbenen Hamburgerin Annemarie Dose. Nach dem Tod ihres Mannes wollte sie sich ehrenamtlich engagieren. Ihr fiel auf, wie viele Menschen in Armut leben. Sie entwickelte sie die Idee, Lebensmittel zu retten und zu verteilen. Am Anfang fuhr sie noch mit ihrem Privatwagen zum Großmarkt und sammelte die Lebensmittel ein, die keiner mehr haben wollte.

Heute sind mehr als 100 Ehrenamtliche mit 14 Transportern unterwegs, sammeln die Lebensmittel auf ihren täglichen Touren ein und verteilen sie dann wieder an die Ausgabestellen - darunter sind Obdachlosen-Vereine, Kirchengemeinden und Beratungsstellen.

Bedürftigen bleibt Geld für andere Dinge

Diakon Uwe Loose von der Kirchengemeinde Eidelstedt ist verantwortlich für eine der zahlreichen Ausgabestellen, die die Hamburger Tafel mit Lebensmitteln beliefert. "Ohne die Tafel könnten wir unser Angebot nicht aufrechterhalten", sagt der 58-Jährige. Rund 150 Hilfsbedürftige kommen jede Woche zur Lebensmittelausgabe. "Mit dem Geld, das die Menschen so sparen, können sie sich andere Dinge leisten", berichtet der Diakon. Gerade für ältere Menschen sei die Ausgabe auch ein Ort der Begegnung und der Kommunikation.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 05.11.2019 | 19:30 Uhr

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