Hamburger Senat will Wege besser beleuchten

Stand: 19.05.2021 13:37 Uhr

Auf unbeleuchteten Wegen zur Arbeit, durch dunkle Parks nach Hause: Hamburgerinnen und Hamburger fühlen sich nicht immer sicher in den Abend- und Nachtstunden. Das will die Stadt jetzt ändern mit einer zwei Millionen Euro teuren Beleuchtungsoffensive.

Die Bezirke sollen jetzt Vorschläge machen, wo Fuß- und Radwege mehr Licht bekommen sollen. Für die Umsetzung stellt die Stadt bis 2024 jährlich 500.000 Euro zur Verfügung.

Bislang gibt es 124.000 Lichtpunkte

Insgesamt verfügt Hamburg bislang über 124.000 Lichtpunkte - so werden alle Laternen, Lampen und Lichtmaste bei den Behörden genannt. Wo, wann und was beleuchtet wird, ist im Hamburgischen Wegegesetz geregelt und dient in erster Linie der Verkehrssicherheit. Und zwar nicht nur der der Autofahrenden, sondern auch der Fußgängerinnen und Fußgänger sowie der Radfahrenden. Außerdem soll durch Beleuchtung das Sicherheitsgefühl der Menschen verbessert werden.

Tjarks hofft auf mehr Radfahrer und Fußgänger

"Wir wollen, dass die Menschen mehr zu Fuß gehen, das Rad oder den ÖPNV nutzen", sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) dem Hamburg Journal im NDR Fernsehen. Das gehe aber nur, wenn sie sich auf den Straßen und Wegen nachts wohl fühlten. Dabei wolle man mit Augenmaß vorgehen, so Tjarks. Um "Lichtverschmutzung" möglichst zu vermeiden, sollen die Wege gezielter und mit moderner Lichttechnik beleuchtet werden.

Seit Jahren wird Hamburgs Straßenbeleuchtung aus regenerativer Energie betrieben. Da die Lichtanlagen heute effizienter arbeiten, ist der Energiebedarf in den vergangenen 20 Jahren um knapp 30 Prozent zurückgegangen. Und das, obwohl es sechs Prozent mehr Leuchten gibt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.05.2021 | 13:00 Uhr

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