Stand: 20.01.2020 17:45 Uhr

Hamburger Sankt Pauli Museum muss doch umziehen

Der Fotograf Günter Zint steht am 08.06.2012 in der Ausstellung "Kiezleben. Und leben lassen." im Sankt Pauli Museum in Hamburg.  Foto: Malte Christians
Muss mit seinem Museum nun wohl doch umziehen: der Fotograf Günter Zint.

Das Hamburger Sankt Pauli Museum muss nun offenbar doch bis Ende März seinen derzeitigen Standort in der Davidstraße räumen. Nachdem der Bezirk Hamburg-Mitte angesichts einer Mieterhöhung eine Unterstützung von bis zu 20.000 Euro zugesagt hatte, gibt es jetzt ein neues Problem: Der Museumsvorstand hatte den Mietvertrag vorsichtshalber schon gekündigt - und genau darauf beharrt der Vermieter nun, so Arne Platzbecker von der SPD zu NDR 90,3.

Günstige Mietangebote vorhanden

Eine zugesagte Zuwendung von 20.000 Euro könne das Museum aber auch für den Umzug sowie den neuen Standort verwenden, so Platzbecker. Julia Staron aus dem Vorstand des Sankt Pauli Museum sagte auf Anfrage: Es gebe gute Gespräche mit kostenlosen und günstigen Mietangeboten im Stadtteil. Dorthin könne aus Platzgründen aber nur die Ausstellung umziehen. Für den Fundus müsse irgendwo anders ein Lager gefunden werden.

Hilfe durch den Bezirk

Im Dezember war bekannt geworden, dass dem Museum die Miete um 1.000 Euro erhöht wurde - auf 6.300 Euro monatlich. Der Museumsgründer und Fotograf Günter Zint hatte mitgeteilt, dass er das Museum Ende März schließen müsse. SPD, CDU und FDP in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hatten daraufhin beschlossen, dass der Bezirk die Mehrkosten für ein Jahr übernehmen wird. Platzbecker, der Distriktsvorsitzende der SPD in St. Pauli hatte gesagt, die Arbeit des Sankt Pauli Museums sei für den Stadtteil und auch weit darüber hinaus unverzichtbar.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.01.2020 | 17:00 Uhr

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