Stand: 05.05.2018 06:19 Uhr

Hamburg will Studienfach Geburtshilfe

Hamburg will die Hebammen-Ausbildung grundsätzlich ändern und Geburtshilfe zu einem Studienfach machen: Dafür hat die rot-grüne Koalition in der Bürgerschaft jetzt einen Antrag vorgelegt. Zum einen sei der Beruf anspruchsvoller geworden, weil Hebammen im Laufe der Jahre immer mehr Aufgaben bekommen hätten, heißt es darin. Zum anderen gehe es darum, den Beruf attraktiver zu machen.

Kommt die Studienpflicht?

Vorangetrieben wird die akademische Ausbildung von Hebammen aber auch von der Europäischen Union. Denn ab dem Jahr 2020 reicht nicht mehr der Realschul-Abschluss für die Ausbildung, nötig wird dann das Abitur. Ob in Deutschland aber alle künftigen Hebammen studieren müssen, oder ob es weiterhin auch die Fachschulen für Hebammen gibt, ist noch offen. Entscheidend ist laut EU die längere Schulbildung.

Lob vom Hebammenverband

Mit dem geplanten Studiengang soll sich Hamburg aber schon auf die neue Berufsausbildung vorbereiten, fordern SPD und Grüne. Großes Lob für den rot-grünen Antrag kommt vom Hamburger Hebammenverband: Durch ein Studium würden sich die Karriere-Chancen von Hebammen verbessern - und langfristig auch die Bezahlung, so der Verband.

Der Antrag von SPD und Grünen kommt passend zum internationalen Hebammen-Tag, der am Sonnabend in mehr als 50 Ländern gefeiert wird.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.05.2018 | 10:00 Uhr

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