Hamburg Messe: So geht es weiter nach Abbau des Impfzentrums

Stand: 13.05.2021 14:35 Uhr

Das Hamburger Impfzentrum ist zwar stark frequentiert, dennoch bringt es kaum Einnahmen. Aus dem geplanten Umsatz-Rekordjahr wurde das schlechteste in der Geschichte der Hamburg Messe.

"Es ist schön, als Messe auch einen Beitrag leisten zu können, um die Pandemie zu bekämpfen", stellt Bernd Aufderheide, Geschäftsführer Hamburg Messe, im Interview mit dem Hamburg Journal fest. Dennoch fehlen seinem Unternehmen die Einnahmen durch große Messeveranstaltungen. Das Impfzentrum als Mieter bringt finanziell nicht allzu viel ein.

Negativumsatz in Höhe von 58 Millionen Euro

Mehr als 100 Millionen Euro Einnahmen waren für das vergangene Jahr geplant. Nur ein Fünftel davon wurde tatsächlich umgesetzt. Am Ende ist man mit roten Zahlen in Höhe von 58 Millionen Euro aus dem Jahr 2020 gegangen. Als direktes Tochterunternehmen der Stadt Hamburg, fällt dies auch auf den Steuerzahler zurück.

Impfzentrum könnte Mitte des Jahres eingestellt werden

Aufderheide geht davon aus, dass das Impfzentrum noch ein paar Monate in den Messehallen bleiben wird. Aber in Anbetracht des steigenden Impftempos und dadurch, dass auch niedergelassene Ärzte nun impfen, bald auch Betriebsärzte, rechnet er damit, dass das Impfzentrum zu Mitte des Jahres eingestellt werden kann.

Optimistischer Blick in die Zukunft

Für die Zukunft sieht er auch weiterhin großes Potential für Messen in der Stadt. Trotz wachsender Digitalisierung, gerade auch in der Corona-Pandemie, freuen sich Kunden und Aussteller wieder auf physische Messen in Hamburg. Aus den Veranstaltungen im vergangenen Jahr hat man auch im Bereich der Hygienemaßnahmen bereits Erfahrungen Sammeln können.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 13.05.2021 | 19:30 Uhr

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