Stand: 14.06.2019 14:24 Uhr

Halbes Jahr "Fridays for Future": 6.000 kommen

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Rund 6.000 junge Demonstranten zogen am Freitag durch die Innenstadt.

Im Rahmen der Klima-Demonstration Fridays for Future gehen junge Leute nun seit einem halben Jahr jeden Freitag in Hamburg auf die Straße, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren. "Wir streiken nun seit genau sechs Monaten hier in der Hansestadt und erste, minimale Erfolge zeichnen sich ab: Immer mehr Menschen betrachten zum Beispiel die Klimakrise als Prioritätsthema", meint Mitorganisatorin Nele Brebeck.

Schweigeminute am Rathaus

Am Freitag waren es nach Polizeiangaben rund 6.000 junge Demonstranten, die vom Gänsemarkt weiter zum Rathausmarkt zogen, wo sie eine Schweigeminute für das Klima einlegten. Die Veranstalter sprachen von 7.000 Teilnehmern. "Der Gedanke dabei war, dass wir uns alle 60 Sekunden Zeit nehmen, um an die vergangenen sechs Monate zu denken und Kraft für die nächsten Monate", sagte Mitorganisator Jonathan Schreiber.

Demonstrationen seit Monaten

Die Aktivisten von Fridays for Future fordern unter anderem die Einhaltung der Pariser Klimaziele. Ende Mai waren es an einem Freitag sogar etwa 17.000 Demonstranten in Hamburg, darunter ältere Menschen. Vorbild der Jugendlichen ist die Schwedin Greta Thunberg, die am 1. März in Hamburg mitprotestiert hatte.

Was kann ich im Alltag für Klima und Umwelt tun?

Technik

  • energiesparende Geräte kaufen
  • Standby-Modus bei Geräten ausschalten oder den Stecker ziehen
  • sparsame LED-Leuchten nutzen
  • Fairphone nutzen
Beim Einkaufen
  • eigene Tragetasche beim Einkaufen nutzen
  • unverpackte Produkte kaufen
  • Mehrwegbecher statt Papierbecher benutzen
Zu Hause
  • "Bitte keine Werbung"-Sticker auf den Briefkasten kleben
  • beim Kochen den Deckel auf den Topf legen und nicht zu große Platte nutzen
  • duschen statt baden
  • Wäsche bei maximal 60 Grad waschen
  • Recycling(klo-)papier nutzen
Unterwegs
  • Auf Flugreisen wegen des hohen CO2-Ausstoßes möglichst verzichten
  • Auf Kreuzfahrten wegen des Stickoxid-Ausstoßes möglichst verzichten
  • Autofahrten - vor allem innnerstädtisch - vermeiden
  • Car-Sharing nutzen
  • den öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad nutzen
Im Garten

Kinder und Jugendliche mit Plakaten auf der Fridays For Future Demo. © picture alliance/dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Wieso die Jugend um ihre Zukunft bangt

Kulturjournal -

Viele junge Menschen fühlen sich von den alten Parteien nicht verstanden. Während früher Konfrontationslinien zwischen Arm und Reich verliefen, scheinen sie heute zwischen Jung und Alt zu sein.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.06.2019 | 11:00 Uhr

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