Stand: 23.09.2020 09:11 Uhr

Hafenbetreiber HHLA will Millionen einsparen

Ein Containerschiff liegt am HHLA-Terminal Burchardkai im Hamburger Hafen. © picture alliance/Bildagentur-online
Am HHLA-Terminal Burchardkai arbeiten rund 1.000 Menschen.

Rund 1.000 Menschen arbeiten derzeit am Terminal Burchardkai der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) in Waltershof - vom Kranfahrer bis zum Pförtner. Geht es nach der Geschäftsführung, dann sind es 2025 auf jeden Fall weniger. Der Hafenbetreiber will an seinem größten Terminal einen zweistelligen Millionenbetrag einsparen.

Um wirtschaftlicher zu werden, müssten die Kosten runter, heißt es in einer Mitteilung an die Beschäftigten. Es gehe um rund 50 Millionen Euro. Das sei kein Sparprogramm, sondern ein Zukunftsprogramm, sagte HHLA-Sprecher Hans-Jörg Heims im Gespräch mit NDR 90,3. Betriebsbedingte Kündigungen schloss er aus.

Lkw sollen autonom fahren

Laut Heims soll zunächst die Steuerung der Warenströme auf dem Terminal verbessert werden. Außerdem gibt es Pläne, selbstfahrende Lastwagen einzusetzen - ähnlich wie in Altenwerder. Am Burchardkai sind bislang lediglich sogannte Van-Carrier im Einsatz, also hochbeinige Lastwagen mit Fahrern.

Vertreter des Betriebsrats kündigen bereits Widerstand an, falls die HHLA Ernst machen sollte beim Stellenabbau. Neben der HHLA hat auch der Konkurrent Eurogate bereits ein Sparprogramm angekündigt. Parallel dazu sprechen beide Unternehmen derzeit über eine mögliche Zusammenarbeit im Containergeschäft.

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Blick auf das HHLA-Terminal Burchardkai mit seinen Kränen © Manfred Hügelmann Foto: Manfred Hügelmann

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.09.2020 | 06:00 Uhr

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