Stand: 01.10.2018 16:11 Uhr

G20: Soko "Schwarzer Block" aufgelöst

Fast 15 Monate nach ihrer Gründung kurz nach den Ausschreitungen beim G20-Gipfel hat die Sonderkommission "Schwarzer Block" der Hamburger Polizei am Montag ihre Arbeit beendet. Die Suche nach Verdächtigen werde ab sofort in einer an die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamts (LKA) angegliederten Ermittlungsgruppe mit weniger Beamten innerhalb der normalen Arbeitsstrukturen fortgeführt, erklärte die Polizei am Montag. Es werde weiter daran gearbeitet, Täter zu identifizieren.

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45 Beamte ermitteln weiter

Die Soko "Schwarzer Block" bestand zeitweilig aus rund 180 Mitarbeitern, die knapp 100 Terabyte Fotos und Videos ausgewertet, mehr als 3.400 Ermittlungsverfahren eingeleitet und mehr als 850 Verdächtige identifiziert haben. Jetzt arbeiten rund 45 Beamte die Straftaten rund um den Gipfel auf.

Polizei spricht von "Erfolgsgeschichte"

Die Soko initiierte unter anderem mehrere großangelegte Razzien im In- und Ausland, startete drei Öffentlichkeitsfahndungen und wertete Fotos und Videos von insgesamt 281 Verdächtigen aus. Von diesen sind nach Polizeiangaben vom Montag inzwischen 73 identifiziert worden. Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer erklärte, die Arbeit der Soko "Schwarzer Block" sei "eine Erfolgsgeschichte". Sie werde nun von der Ermittlungsgruppe gleichen Namens fortgesetzt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.10.2018 | 16:00 Uhr

G20-Gipfel in Hamburg

Der G20-Gipfel 2017 fand am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg statt. Im Dossier finden Sie News, Videos, Bilderstrecken und Reaktionen auf das Gipfeltreffen. mehr

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