Anhängerinnen und Anhänger von "Fridays for Future" demonstrieren in Hamburg. © picture alliance/dpa Foto: Ulrich Perrey

"Fridays for Future" geht in Hamburg wieder auf die Straße

Stand: 18.06.2021 17:01 Uhr

Nach langer Corona-Unterbrechung hat die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" wieder in Hamburg demonstriert. Mehr als 1.000 Menschen versammelten sich am Freitag am Jungfernstieg.

Schätzungen über die Zahl der Teilnehmenden gingen dabei auseinander. Die Polizei sprach von 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Ein Sprecher der Bewegung sagte, nach ihren Schätzungen hätten etwa 3.000 Menschen teilgenommen, einige seien wegen Problemen der Hochbahn verspätet gekommen. Erwartet worden waren 2.000 Menschen.

Nach der Anfangskundgebung am Mittag zog die größte Demonstration in Hamburg seit September 2020 zwei Stunden lang durch die Innenstadt. Es ging über den Gänsemarkt, vorbei am Hauptbahnhof und wieder zurück zur Binnenalster am Jungfernstieg.

Polizei lobt friedlichen Protest und Corona-Maßnahmen

Anhängerinnen und Anhänger von "Fridays for Future" demonstrieren in Hamburg. © picture alliance/dpa Foto: Ulrich Perrey
Mit Masken und aufgeteilt in Blöcken protestierten die Anhängerinnen und Anhänger von "Fridays for Future".

Nahezu alle Protestierenden trugen einen Mund-Nasenschutz obwohl die Versammlungsbehörde die Maskenpflicht für die Demo aufgehoben hatte. Die Organisatorinnen und Organisatoren teilten die Teilnehmenden in mehrere Gruppen ein, jeweils rund 200 Menschen standen in einem Block zusammen. Lob kam von der Polizei, es sei ein friedlicher Protest mit ausreichend Corona-Hygienemaßnahmen gewesen.

Neues Klimaschutzgesetz gefordert

Im Zentrum der Kundgebung unter dem Motto "Wieder zusammen fürs Klima!" stand die Forderung nach einem neuen Klimaschutzgesetz. Dies sei Hamburgs rot-grüner Senat den jungen Leuten schuldig. Man brauche Verbesserungen, damit Hamburg bis 2035 klimaneutral werde.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.06.2021 | 15:00 Uhr

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