Forschungsschiff "ATAIR" in Hamburg in Dienst gestellt

Stand: 27.04.2021 17:37 Uhr

An der Hamburger Überseebrücke ist am Dienstag Deutschlands modernstes Forschungsschiff in Dienst gestellt geworden. Die neue "ATAIR" wird mit vergleichsweise umweltfreundlichem Flüssiggas angetrieben.

Wegen der Corona-Pandemie fand die Zeremonie an der Überseebrücke nur in kleinem Kreis statt, unter dem Dienstherrn, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Hamburgs Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und Bürgermeister Peter Tschentscher (beide SPD) überreichten dem Kapitän eine Urkunde über die Patenschaft der Stadt für das Schiff.

Umfangreiche Ausstattung

Die 75 Meter lange "ATAIR" ist so etwas wie eine eierlegende Wollmilchsau unter den Forschungsschiffen: Mit ihr kann man Wracks suchen, den Meeresboden vermessen, Daten zur Wasserqualität sammeln, neue Navigationsgeräte testen - und auch noch messen, ob andere Schiffe auf Nord- und Ostsee wirklich sauberen Treibstoff verwenden. An Bord gibt es mehrere Labors und eine umfangreiche Tauchausrüstung. Neben den 18 Besatzungsmitgliedern können 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Schiff arbeiten.

Antrieb mit Flüssiggas und Diesel

Die "ATAIR" ist das erste deutsche Behördenschiff, das sowohl mit Flüssiggas als auch mit herkömmlichem Diesel betrieben werden kann. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie an der Bernhard-Nocht-Straße auf St. Pauli hat das Schiff bereits im vergangenen Jahr übernommen - und danach umfangreich getestet.

Heimathafen Hamburg

Offiziell in Dienst gestellt wird der mehr als 110 Millionen Euro teure Bau wegen der Corona-Pandemie erst jetzt. Heimathafen der "ATAIR" ist Hamburg, der Senat übernimmt zudem die Patenschaft. Der nächste Einsatz führt Forschungsschiff auf den Atlantik.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.04.2021 | 10:00 Uhr

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