Stand: 05.01.2019 14:13 Uhr

Flughafen will mehr Geld von den Airlines

Hamburg wird für die Airlines als Zielflughafen teurer. Das kündigte Flughafenchef Michael Eggenschwiler am Sonnabend an. Genauer gesagt sollen die Gebühren um 55 Cent pro Passagier erhöht werden. Bisher liegen sie im Durchschnitt zwischen neun und zehn Euro und werden von den Fluggesellschaften über den Ticketpreis eingezogen.

Die Einnahmen sollen laut Flughafenchef in zusätzliches Personal, Infrastruktur und Technik investiert werden. Der Grund: Der Flughafen rechnet mit einem jährlichen Passagierwachstum von 2,25 Prozent. Das sind hochgerechnet bis 2035 knapp acht Millionen Menschen mehr als jetzt. Gegenwärtig nutzen jährlich rund 17 Millionen Passagiere den Hamburger Flughafen.

Chaos bei der Gepäckabfertigung im Jahr 2017

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Im August 2017 mussten Hunderte Passagiere am Hamburger Flughafen stundenlang auf ihr Gepäck warten. (Archivfoto)

Engpässe bei der Gepäckabfertigung hatten unter anderem im August 2017 zu starken Verzögerungen geführt. Hunderte Passagiere mussten Stunden auf ihre Koffer warten, einige kamen erst Tage später an ihr Gepäck. Damals verwies Eggenschwiler auf Verschiebungen im Flugplan, kurzfristige Krankmeldungen aber auch auf mehrere Dutzend Stellen, die unbesetzt waren. Von mehr als 800 ernsthaften Bewerbern seien 2017 nach wenigen Wochen nur noch 40 übrig geblieben.

2.000 neue Mitarbeiter

Das läuft nun anders. Allein im vergangenen Jahr habe der Flughafen sein Personal um rund 100 Stellen aufgestockt und beschäftige mit gut 2.000 Mitarbeitern mehr als je zuvor.

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Neu sei ein mobiles Service-Team als Ansprechpartner in den Terminals. Auch für die schwer zu besetzenden harten Jobs beim Gepäcktransport habe der Airport Mitarbeiter einstellen können, sodass Engpässe bei der Gepäckausgabe nicht wieder auftreten sollten. "Unsere betrieblichen Abläufe waren 2018 in Ordnung. Nun wollen wir 2019 gut bewältigen", sagte Eggenschwiler.

Investitionen in Millionenhöhe

Der Hamburger Flughafen wird in den kommenden Jahren 300 bis 400 Millionen Euro investieren, um die Anlagen für die Passagiere und die Technik hinter den Dienstleistungen zu erweitern oder zu erneuern. Zu den Projekten gehören neue Passagiergates, neue Anlagen für den Umschlag des Passagiergepäcks und effektivere Abfertigungssysteme bei der Sicherheitskontrolle. Zudem wird für mehrere Jahre ein Übergangsgebäude auf dem Flugfeld errichtet, in dem sich die Passagiere sammeln, die bislang mit Bussen zu ihren Maschinen transportiert wurden. Sie können ab Herbst von dem neuen Gebäude aus ihre Flugzeuge betreten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.01.2019 | 13:00 Uhr

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