Stand: 13.06.2018 16:29 Uhr

Fernwärme-Kauf "nicht um jeden Preis"

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"Die Stadt kann, darf und will nicht zu einem überhöhten Preis kaufen", sagte Tschentscher.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) schaltet sich in die Debatte um die Zukunft der Fernwärme in Hamburg ein: Das Fernwärmenetz vom Energiekonzern Vattenfall dürfe "nicht um jeden Preis" zurückgekauft werden, sagte er am Mittwoch bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs des Senats.

"Nicht teurer als bei anderen Heizsystemen"

Wichtig sei für ihn, dass die Preise für Verbraucher nicht stärker stiegen als bei anderen Heizsystemen. Er werde sehr darauf achten, dass die Mieter, die oft jeden Euro umdrehen müssten, nicht übermäßig belastet würden, sagte der Bürgermeister. Wer Fernwärme beziehe - wie etwa die vielen Tausend Saga-Mieter in der Stadt - der dürfe nicht unter dem Rückkauf des Netzes leiden.

Tschentscher weist damit Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) zurecht, der angedeutet hatte, dass sich Verbraucher im Zuge des Geschäfts mit Vattenfall möglicherweise auf steigende Preise einstellen müssten.

Wert ist stark gesunken

Der Senat wolle eine ökologischere Energieversorgung der Stadt und nehme seine Ziele zur CO2-Reduzierung sehr ernst, "aber nicht um jeden Preis". Die Stadt verhandelt derzeit mit dem Energiekonzern Vattenfall. Nach einem Volksentscheid hatte die Stadt für das Fernwärmenetz einen Mindestpreis von 950 Millionen vereinbart, doch ist das Netz derzeit laut einem Gutachten nur noch 645 Millionen Euro wert. Zu einem überhöhten Preis könne, dürfe und wolle er nicht kaufen, so Tschentscher.

Ein Volksentscheid hatte die Stadt Hamburg 2013 dazu gezwungen, die Energienetze zurückzukaufen. Gas- und Stromnetz sind bereits wieder städtisch - nur das Fernwärmenetz bleibt noch. Das gehört noch zu drei Vierteln dem Energieversorger Vattenfall.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.06.2018 | 17:00 Uhr

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