Schüler einer 7. Klasse der Max-Schmeling-Stadtteilschule sitzen zu Beginn des Unterrichts mit Mund-Nasen-Bedeckungen im Klassenraum. © picture alliance/Daniel Bockwoldt/dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Elternräte fordern neue Wege zum Schulstart

Stand: 21.04.2021 06:47 Uhr

Vielen Kindern und Jugendlichen gehe es wegen Corona sehr schlecht, warnt Unicef in einem Lagebericht für Deutschland. Deshalb müsse man dringend darüber reden, was sie brauchen, fordern jetzt Hamburger Elternvertreter und -vertreterinnen.

Ausflüge, Klassenfahrten, gemeinsame Projekte - auch das sei für die Kinder wichtig, sagen die Elternräte der Hamburger Stadtteilschulen. Sie stellen konkrete Forderungen an Schulsenator Ties Rabe (SPD): Zum Start ins neue Schuljahr - nach dem Sommer - sollen die weiterführenden Schulen mehr Freiheit bekommen.

"Erst der Mensch und dann das Lernen"

Eigenverantwortlich sollten sie mehr für das soziale Miteinander tun - und dafür auch auf die eine oder andere Klausur verzichten dürfen, heißt es in einem Brief an die Schulbehörde, der NDR 90,3 vorliegt. "Erst der Mensch und dann das Lernen" müsse das Motto sein.

Studie: Jeden Tag fehlen drei Lernstunden

Tatsächlich hat Schulsenator Rabe besonders die Lernrückstände im Auge. Durchschnittlich mehr als drei Stunden Lernzeit pro Tag verlieren Schulkinder durch den Lockdown, warnt zum Beispiel das ifo-Institut in einer aktuellen Studie.

Mit einem ganzen Maßnahmen-Bündel will die Schulbehörde deshalb versäumten Lernstoff aufholen - mit Lernferien und Nachmittags-Nachhilfe. Niemand könne jetzt schon sagen, wie es mit den Schulen tatsächlich ab August weitergehe, sagte ein Behördensprecher zu den Forderungen der Elternräte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.04.2021 | 07:00 Uhr

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