Stand: 18.07.2019 13:38 Uhr

Digitale Patientenakte: Asklepios kontra UKE

Der Hamburger Klinik-Konzern Asklepios legt sich mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) an. Anlass ist ein Streit über die elektronische Patientenakte, wie NDR 90,3 am Donnerstag berichtete.

Im Kern geht es um die Frage, wie die Hamburger Kliniken einfach und sicher ihre digitalen Patientendaten austauschen können - das ist zum Beispiel dann wichtig, wenn ein Patient von einem Krankenhaus in das andere verlegt wird. Eine Lösung wäre, dass sich die großen Krankenhäuser auf eine einheitliche Software für die elektronische Patientenakte einigen. Asklepios wirft dem UKE nun vor, genau das zu verhindern. Bei einer Ausschreibung des UKE sei ein großer Software-Anbieter bereits in der Vorauswahl ausgeschlossen worden. Und zwar ausgerechnet das Unternehmen, an dem Asklepios mit gut 40 Prozent beteiligt ist.

Gespräche über gemeinsame Digital-Strategie

Dass der Klinik-Konzern seine Kritik jetzt öffentlich macht, erstaunt viele Beteiligte. Denn eigentlich sitzen alle Hamburger Krankenhäuser zusammen mit der Gesundheitssenatorin an einem Tisch, um sich auf eine gemeinsame Digital-Strategie zu einigen. Das UKE hält sich mit einer Reaktion zurück. In einer schriftlichen Stellungnahme deutet das UKE aber an, dass es andere Software-Lösungen brauche als Asklepios. Das UKE war die erste Hamburger Klinik, die komplett auf die elektronische Patientenakte gesetzt hatte. Zurzeit läuft die europaweite Ausschreibung für eine neue Software.

Weitere Informationen

Asklepios Klinik wird digital

In der Asklepios Klinik Wandsbek hat das digitale Zeitalter begonnen. Sie ist eine der ersten Kliniken Hamburgs, in der es seit wenigen Wochen die elektronische Patientenakte gibt. (21.12.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.07.2019 | 13:00 Uhr

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