Stand: 05.06.2018 18:19 Uhr

Diesel-Fahrverbote: Erste Kontrollen in Altona

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Erste Kontrollen in Altona: Noch gibt es keine Strafen bei Verstößen gegen das Diesel-Fahrverbot.

Fünf Tage nach dem Inkrafttreten der bundesweit ersten Diesel-Durchfahrtsbeschränkungen in Hamburg müssen Fahrer älterer Autos jetzt mit Kontrollen rechnen. Die Polizei hat am Dienstag damit begonnen, auf den zwei betroffenen Straßenabschnitten in Altona stichprobenartig mögliche Verstöße zu prüfen. Dort dürfen seit dem vergangenen Donnerstag nur noch Diesel fahren, die die Euro-Norm 6 erfüllen. Erste Großkontrollen soll es frühestens von der kommenden Woche an geben.

Zunächst Aufklärung statt Bußgelder

Angst vor Verwarn- oder Bußgeldern müssen Verkehrssünder vorerst aber nicht haben. Autofahrer seien zunächst nur über die Änderungen aufgeklärt, hieß es. Dazu hatten die Polizisten auch Informationsblätter verteilt, die Auskunft über die Durchfahrtsverbote geben. Später werden bei Verstößen 25 Euro für Pkw und 75 Euro für Lkw fällig - wann genau, ist noch nicht bekannt.

Für ältere Diesel-Pkw und -Lkw gilt das Fahrverbot auf knapp 600 Metern in der Max-Brauer-Allee und, auf 1,6 Kilometern in der Stresemannstraße - dort jedoch nur für ältere Lastwagen. Hamburg will mit den bundesweit ersten Diesel-Fahrverboten an den betroffenen Streckenabschnitten eine Reduktion der Stickoxid-Belastung in der Luft erreichen. Die Grenzwerte werden dort seit Jahren überschritten. Für Anwohner und Anlieger gibt es umfangreiche Ausnahmen.

Umweltbehörde: Noch keine Folgen messbar

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Zu einer sichtbaren Verminderung des Verkehrs auf den stark befahrenen Strecken haben die Verbote bislang nicht geführt. Folgen für die Luftbelastung ließen sich aus den aktuellen Messdaten nach so kurzer Zeit auch noch nicht herauslesen, weil zu viele Faktoren - etwa die Wetterlage - dort mit hineinspielten, erklärte ein Sprecher der Umweltbehörde. "Entscheidend ist nur der Jahresmittelwert."

Da betroffene Fahrzeuge um die gesperrten Abschnitte geleitet werden und so eine längere Strecke zurücklegen müssen, könnten die Verbote insgesamt zu einem höheren Schadstoffausstoß in der Stadt führen. Dies hatte auch Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) eingeräumt. Es müsse aber akzeptiert werden, weil der Fokus auf der Einhaltung der Grenzwerte und dem Schutz der Bürger vor Gesundheitsgefahren liege.

Karte: Hier gelten die Fahrverbote für Dieselfahrzeuge

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 05.06.2018 | 17:00 Uhr

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